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Barmstedter Zeitung

27. September 2016 | 22:38 Uhr

Ausstellung Barmstedt : Von Türmen, Noten und Kakteen

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Gemeinschaftsausstellung im Rathaus: Künstlerinnen zeigen Bilder und Schmuck.

Barmstedt | Erneut hat die Barmstedterin Gabriele Hackländer eine Gemeinschaftsausstellung in der Kommunalen Halle im Rathaus arrangiert, die vor Kurzem mit einer Vernissage eröffnet wurde. Zusammen mit Hackländer stellen Natalia Turczynska-Schmidt aus Polen und Judith Chmelova aus Sprendlingen (Rheinland-Pfalz) aus.

Hackländer hat unter anderem ein großflächiges rotes Triptychon gemalt, das die Sicht auf die Welt darstellt – und bei den Besuchern manche Frage aufwarf. Bedeutet etwa der schwarze Turm, der aus dem Rot wächst, eine schützende Kathedrale oder Krieg? „Interpretationen sind gewollt“, sagte die Künstlerin. Weiter hatte Hackländer die Inschrift „Die Gruppe kann nicht getrennt werden“ von einem alten Schild der Bundesbahn auf ein Gemälde gesetzt und eine Gruppe Kinder afrikanischen Ursprungs davorgestellt. „Das Bild stelle ich erneut aus, weil es angesichts der aktuellen Flüchtlingssituation plötzlich eine politische Dimension beinhaltet“, erklärte sie.

Turczynska-Schmidt, die Kunst studiert hat, zeigt imposante silberfarbene Kakteen vor schwarzem Hintergrund in Öl auf Textil. Die filigranen Tentakel oder komplexen Strukturen neigen sich dem Betrachter zu, der bei längerer Beobachtung immer neue Formen entdeckt. „Ich lasse mich inspirieren und setze konkrete Ideen auf der Leinwand um“, sagte Turczynska-Schmidt, die mit viel Freude malt. Kontrastreich mit schwarz und hell sind ihre Acrylwerke mit Tinte und Druck. Die Künstlerin hat dazu Seiten aus alten polnischen Kunstmagazinen vor schwarzem Hintergrund verarbeitet. Auch zerknüllt tauchen die Zeitungsseiten aus der Dunkelheit auf.

Ganz andere Kunst zeigt Chmelova, die Design studiert hat und seit 1982 in Deutschland lebt. Sie präsentiert selbst gefertigten Schmuck. Ihre Armbänder, Halsketten, Ohrringe und Anstecker sind Unikate. Sie arbeitet mit Goldblatt, Silber und Edelsteinen. Auch Lavasteine verarbeitet sie zu Schmuck, der mit den schwarzen Steinen und dem kupferfarbenen, gehackelten Draht edel aussieht. Großes Interesse bei den Besuchern erzeugten die Broschen, die mit einem Magneten angesteckt werden. Chmelova entwickelte ein Material auf Papierbasis als Schmuck, der wie eine Daunenfeder auf der Haut liegt oder am Ohrläppchen hängt. Die Künstlerin zeigt Reliefs auf Leinwand, die sie modelliert und bemalt hat. Sie scheinen in Bewegung zu sein, und über die Oberflächen tanzen Noten, Notenschlüssel und Schallplatten.

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