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Barmstedter Zeitung

03. Dezember 2016 | 12:34 Uhr

Flüchtlinge in Barmstedt : Viel Lob fürs Ehrenamt

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Die Verwaltung des Amts Rantzau hebt die Zusammenarbeit mit den freiwilligen Helfern in der Region hervor.

Barmstedt | Mit dem Schließen der Balkanroute hat es auch für das Amt Rantzau Veränderungen bei der Flüchtlingssituation gegeben. Details dazu sind am Montagabend von Alexander Harms vom Ordnungsamt im Hauptausschuss des Amts Rantzau vorgestellt worden. Ein großes Lob sprach er dabei den zahlreichen Ehrenamtlern in der Region aus.

Die Flüchtlingssituation habe sich seit Ende des Jahres 2015 entscheidend verändert, hieß es. „Heute werden nur noch etwa zehn Prozent der damaligen Zahlen erreicht“, berichtete Harms vor den Politikern. „Die Tatsache, dass die Balkangrenzen nun geschlossen sind, bedeutet aber nicht unbedingt, dass nun weniger kommen.“

Als Hauptaufgaben bezeichnete er die kontinuierliche Anpassung der Unterbringungssituation und die Betreuung anerkannter Flüchtlinge. Stichworte wie „Jobcenter“, „Familiennachzug“ und „Arbeit“ verraten, worum es dabei konkret geht. Bei der Betreuung von Asylbewerbern stünden Deutschkurse und Anerkennungsfragen im Mittelpunkt. Ein wichtiges Arbeitsfeld stelle zudem die Koordination von Ehrenamt, Ausbildungsbegleitende Hilfen (ABH), Jobcenter, Hilfsorganisationen, Nachbarn, Vermietern bis hin zu Politik und Verwaltung dar. „Die Strategie, die wir verfolgen, heißt, kostendeckend zu arbeiten und zu handeln und Zuweisung zu kanalisieren“, so Harms. „Zudem beobachten wir genau die politische Lage, um rechtzeitig passend handeln zu können.“

Die Flüchtlinge seien freundliche und offene Menschen, berichtete Harms über seine Kontakte. Ein Lob sprach er den Ehrenamtlern aus, mit denen eine tolle Zusammenarbeit bestehe. Hervorgetan habe sich insbesondere Arnold Boehnke aus Hemdingen als „Hausmeister“: Er werde überall gern gesehen. Auch die Zusammenarbeit mit der Stadt ist laut Harms optimal. Ein Anruf genüge, um ein Problem zu erledigen. In den beiden Gemeinschaftsunterkünften in Langeln und Heede sowie in den Häusern und Wohnungen in Gemeinden des Amts seien derzeit 102 Menschen untergebracht.

Im Zuge des Breitbandausbaus hat der Hauptausschuss dem Amtsausschuss zudem empfohlen, Aufträge für die fachtechnische Netzplanung, Beraterleistungen und die Rechtsberatung in Höhe von etwa 40.000 Euro zu vergeben. Die Beraterleistungen werden von der Marxen & Schmöckel Ingenieurgesellschaft erbracht, die Anpassung der Netz-Strukturplanung von „GR²PC“. Die Rechtsberatung leistet die Firma Wirtschaftsrat Recht. Die Kosten sind durch die Zuwendung des Bundes von maximal 50.000 Euro gedeckt.

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erstellt am 08.Jun.2016 | 13:00 Uhr

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