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Barmstedter Zeitung

03. Dezember 2016 | 23:00 Uhr

7000 Kilometer nach Gambia : Sie starten das Abenteuer ihres Lebens

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Die Vorbereitungen laufen: Svea Gustafsen und Birgit Bartsch nehmen im März 2017 an einer Charity-Rallye nach Gambia teil.

Barmstedt | 7000 Kilometer Auto fahren und 20 Tage Dreck und Staub schlucken: Svea Gustafsen aus Lutzhorn und Birgit Bartsch aus Tornesch nehmen im März kommenden Jahres an der Charity-Rallye Dresden-Dakar-Banjul teil. Die Strecke wird die beiden quer durch Europa und Afrika bis nach Gambia führen. „Es ist eine Wohltätigkeits-fahrt, bei der es nicht auf Geschwindigkeit ankommt“, betont Gustafsen. Teams aus ganz Deutschland haben sich angemeldet, um bis nach Banjul, der Hauptstadt Gambias an der Westküste Afrikas, zu fahren. „Dort versteigern wir die Fahrzeuge für einen guten Zweck“, ergänzt Bartsch.

Bereits im Alter von 20 Jahren lernte Gustafsen die Sahara kennen, als sie mit ihrem damaligen Freund ein Auto in Afrika verkaufen wollte, um Geld für einen Trip nach Indien zu bekommen. Aus Indien wurde nichts, aber der Traum, die Sahara wiederzusehen, blieb lebendig. Als sie von der Charity-Rallye erfuhr, schritt sie zur Tat und suchte eine Mitfahrerin. Über eine Freundin fragte sie bei Bartsch an, die begeistert zustimmte. „Wir kannten uns nicht, ticken aber ähnlich“, so Gustafsen.

Beide treibt die Verantwortung an, etwas für Menschen in armen Ländern zu tun. Die Frauen sind außerdem abenteuerlustig. Bartsch hatte ihren Vater gefragt, was er von der Tour halte. Er habe gesagt: „Wenn nicht jetzt, wann dann?“ „Wir passen zusammen“, sind die beiden sich einig. Gustafsen ist künstlerisch tätig, und Bartsch ist betriebsmedizinische Assistentin in einem großen Unternehmen. Der Chef gibt ihr für die abenteuerliche Reise Urlaub. Als junge Krankenschwester habe sie bereits in die Entwicklungshilfe nach Afrika gehen wollen, so die Tornescherin.

Sponsoren aus dem Kreis

Für die Reise und dortige Hilfsorganisatoren suchten die beiden Frauen aus dem Kreis Pinneberg Sponsoren. Sie kamen auch auf die Idee, als Teamnamen den Slogan von Schleswig-Holstein „Der echte Norden“ zu übernehmen. Dafür kontaktierten sie die Stabsstelle Dachmarke im Kieler Wirtschaftsministerium und erreichten mit Hartnäckigkeit, dass ihrem Vorhaben zugestimmt wurde. „Wir wollen regelmäßig in der Presse über unsere Etappen berichten und Menschen begeistern, an unserem Abenteuer teilzunehmen“, so Gustafsen. Spenden für Hilfsorganisationen in Gambia und die Benzinkasse sind nach wie vor willkommen.

In der nächsten Zeit stehen weitere Vorbereitungen auf dem Programm. Dazu zählen Impfungen, das Besorgen der Visa und von Straßen- und Landkarten. Eine Hamburger Ärztin spendete den beiden eine Reiseapotheke. Nach dem Abenteuer wollen die beiden noch in Gambia bleiben und Hilfsprojekte und Organisationen vor Ort besuchen.

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erstellt am 08.Sep.2016 | 16:15 Uhr

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