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Barmstedter Zeitung

03. Dezember 2016 | 20:50 Uhr

Awo-Kita „Sternenhimmel“ : Sie sind Barmstedts jüngste Forscher

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Die Barmstedter Awo-Kita „Sternenhimmel“ ist zum zweiten Mal zum „Haus der kleinen Forscher“ ernannt worden. Die Zertifikate stammen von der IHK.

Barmstedt | Die Seifenblasenlauge selbst herzustellen, habe noch gut geklappt. „Aber daraus Herzen und andere Formen zu blasen, nicht mehr“, sagt Artur Zeller lachend. Der Erzieher aus der Barmstedter Awo-Kita hat zusammen mit seiner Kollegin Jessica Feldmann das Projekt „Haus der kleinen Forscher“ (siehe Infokasten) geleitet, an dem 40 Mädchen und Jungen teilgenommen haben. Zeller und Feldmann, die extra für das Projekt ausgebildet wurden, betreuten die Kinder in Zehnergruppen jeweils eine Woche lang.

Zellers Gruppe stellte außer Seifenblasenlauge auch Sprudelgase her, die dann mit Sirup verfeinert zum erfrischenden Getränk wurden. Feldmanns Gruppe bemalte Tischdecken – allerdings nicht mit Pinseln. „Wir haben uns gefragt: Was kann man stattdessen verwenden?“, so Feldmann. Gabeln und Kartoffelstempel, waren zwei Alternativen. Als zweites Experiment bauten die Kinder aus Lebensmitteln wie ungekochten Spaghetti und Marshmallows kreative Gebäude und Tiere. Zum Abschluss der abwechslungsreichen Wochen erhielten die Kinder gestern Vormittag seltenen Besuch: Britta Weidemeier und Paul Raab von der Industrie- und Handelskammer Kiel waren angereist, um ihnen und der Kita die Zertifikate zu überreichen. „Wir fördern das ,Haus der kleinen Forscher’ seit drei Jahren, um damit die frühkindliche Bildung zu unterstützen“, erklärte Weidemeier.

Auch die Kita-Leiterinnen Renate Fehrs und Viola Gottschalk sind vom Sinn des Projekts – an dem die Kita zum zweiten Mal teilnimmt – überzeugt. „Kinder sind neugierig, das muss man aufgreifen“, sagte Fehrs. Und die Experimente sprächen nicht nur Jungen, sondern auch Mädchen an. Auch unabhängig vom Forscher-Projekt bemühe sich die Kita, das Interesse der Kinder an Naturwissenschaften zu wecken. „Wir haben eine Forscherecke, eine Lernwerkstatt und einen Nassraum eingerichtet“, sagte Gottschalk. Auch draußen gebe es Bereiche zum Forschen, die gern genutzt würden. Der „Lego-Bauraum“ sei ebenfalls beliebt, so Gottschalk – wo sich dann aber doch ein Unterschied zwischen den Geschlechtern zeige. „Wir haben auch spezielle Steine für Mädchen – die bauen oft andere Sachen.“

Kinder sollen Alltagsphänomene selbstständig entdecken

Die gemeinnützige Stiftung „Haus der kleinen Forscher" engagiert sich bundesweit für die Bildung von Kindern im Kita- und Grundschulalter in den Bereichen Naturwissenschaften, Mathematik und Technik. Die Industrie- und Handelskammer zu Kiel ist Kooperationspartner der Stiftung und bietet Fortbildungen für die pädagogischen Fach- und Lehrkräfte an. Sie erhalten Anregungen, wie die Kinder spielerisch alltägliche naturwissenschaftliche Phänomene zu Themen wie „Forschen mit Sprudelgas, Strom & Energie, Wasser oder Luft“  entdecken können. Das selbstständige, forschende Lernen der Kinder in ihrem Alltag steht im Vordergrund. Die ganztägigen Fortbildungen haben zum Ziel, sowohl die Fachkräfte in ihrer beruflichen Entwicklung zu unterstützen als auch die frühen Bildungschancen der Mädchen und Jungen positiv zu beeinflussen. Aktuell nehmen bundesweit etwa 300 Kitas an dem Projekt teil.

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erstellt am 21.Jul.2016 | 12:30 Uhr

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