zur Navigation springen

Barmstedter Zeitung

09. Dezember 2016 | 12:42 Uhr

Zirkus in Barmstedt : „Schüler können stolz auf sich sein“

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Das Zirkusprojekt an der Grund- und Gemeinschaftsschule Barmstedt begeistert Schüler, Zuschauer und Organisatoren.

Barmstedt | Aden (12) war eine graziöse Seiltänzerin, Laura (12) schwang sich waghalsig und ohne Höhenangst auf das Trapez: Beim Zirkusprojekt der Barmstedter Grund- und Gemeinschaftsschule (GGS) schnupperten Fünft- und Sechstklässler sowie die Grundschüler der GGS und der Ellerhooper Schule echte Zirkusluft. Sie übten mit den Zirkusdirektoren Manuel und Gina Maatz und ihrem Team vom Zirkus Morelli in den vergangenen Tagen zahlreiche Kunststücke und Tricks ein. Das Gelernte führten sie während Galavorstellungen im Zirkuszelt auf dem Gelände der GGS einem großen Publikum vor.

„Lassen Sie sich von der Faszination Manege und Zirkuswelt überraschen“, rief Gina Maatz dem Publikum zu. Sophie (12) brachte die Gäste mit einer Clownnummer zum Lachen, Joy (12), Emma (11) und ihre Gruppe ernteten Applaus als Bodenturner. „Wir haben krasse Sachen eingeübt“, sagte Emma. Sven hatte Tellerdrehen gelernt und war vor der Vorstellung etwas aufgeregt. Und dann ging es Schlag auf Schlag: Turnen, menschliche Pyramiden, Spagate, eine Zauberkiste, Artistik in luftiger Höhe, Clowns: das Publikum war begeistert.

Die Schüler hatten glitzernde Zirkuskleidung angezogen und präsentierten stolz ihre Übungen. Es klappte hervorragend. Eltern, Großeltern, Geschwister und Lehrer sowie Freunde applaudierten kräftig. Thilo und Carmen Möller waren stolz auf ihre Tochter Kira (12). „Sie hat das Bodenturnen hervorragend gemeistert“, sagten die beiden beeindruckt. Angelika und Johannes Mohr aus Lutzhorn fanden die Darbietung ihrer Enkelin Simone Pelikan beeindruckend. „Erstaunlich, was die Kinder in der Woche alles gelernt haben, die Vorführungen waren super“, meinte sie.

„Die Schüler lernen bei uns Selbstvertrauen, entdecken bei sich selbst ungeahnte Fähigkeiten und loten ihre Grenzen aus“, erklärte Gina Maatz den pädagogischen Ansatz der Zirkuswochen und weiter: „Sie überwinden Ängste und trauen sich Dinge zu, die sie nicht für möglich gehalten hätten.“

Teamwork stehe dabei im Vordergrund. Das Zirkusleben funktioniere nur, wenn alle an einem Strang ziehen. „Kinder, die sich bisher vielleicht nicht gut kannten, müssen sich aufeinander verlassen können“, sagte sie. Der Spaß jedoch stehe im Vordergrund.

Begeistert war auch Grundschulkoordinator Torsten Biermann, der das Projekt gemeinsam mit der Koordinatorin für den fünften und sechsten Jahrgang, Birgit Stegmeyer-Roth, organisiert hatte. Das Schulprojekt umfasste indes nicht nur die Zirkusaufführungen. Viele Themen rund um den Zirkus wurden in den einzelnen Klassen behandelt. Biermann, der Zirkusausführungen der älteren und jüngeren Schüler besuchte, war begeistert. „Toll, was die uns nach nur wenigen Stunden Übung vorführen können – mit Energie, Spaß und Selbstbewusstsein vor so einem großen Publikum“, sagte er und fügte hinzu: „Die Schüler können stolz auf sich sein.“

Biermann bedankte sich auch bei den Sponsoren, mit deren Hilfe nicht nur der Zirkus finanziert werden konnte. Für die Teilnahme brauchten die älteren Schüler statt 15 lediglich sechs Euro, die Grundschüler nur drei Euro pro Person zu zahlen. Einen große Summe hatte die Martha und Heinz-Ulrich Grade-Stiftung aus Elmshorn gespendet, die überwiegend Projekte fördert, bei denen Kindern geholfen werden kann. Weiterhin gespendet haben die hiesigen Stadtwerke, der Schulverein Barmstedt, die Stiftung der Kreissparkasse Südholstein sowie die der Raiffeisenbank Seestermühe. Auch eine Spende vom Erlös des Kinderkleidermarkts kam hinzu. Ebenso vom Sponsorenlauf wurde Geld gespendet.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen