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Barmstedter Zeitung

05. Dezember 2016 | 19:35 Uhr

Heiligen-Geist-Kirche : Sanierung wird teurer als geplant

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Kosten für die Reparatur der Bänke steigen wegen Wurmfraß um 25.000 Euro. Kirche sucht Paten.

Barmstedt | Böse Überraschung bei der Sanierung der Barmstedter Heiligen-Geist-Kirche: Die Reparatur der Bänke wird wesentlich teuer als geplant. Das hat Dieter Wenskat vom Arbeitskreis während der jüngsten Baubesprechung mitgeteilt. Ursprünglich seien für kleine Reparaturarbeiten etwa 5000 Euro vorgesehen gewesen. „Aber als die Bänke entfernt wurden, haben wir entdeckt, dass viele Füße vom Wurmfraß morsch waren“, sagte Wenskat. Die zur Beseitigung notwendigen Tischler- und Malerarbeiten hätten mit 25.000 Euro zu Buche geschlagen, so dass sich die Kosten jetzt auf etwa 30.000 Euro beliefen.

Die reparierten Sitzbänke mit den darunter liegenden Heizungen befinden sich wieder in der Kirche und werden dort in einem warmen Grau mit Grünstich gestrichen. Die Abschlussleisten an den Rückenlehnen heben sich anthrazitfarben ab. Das dekorative Ornament auf den Abschlusswangen erhält ebenfalls einen frischen Anstrich, der große Kreis in der Mitte korrespondiert mit dem Rotton an der Orgel. „Wir mussten neun Hut-Haken pro Bank abnehmen und insgesamt 1180 Schrauben entfernen“, sagte Maler- und Lackierermeister Thorsten Steuck. Es sei nicht möglich gewesen, sauber um die Haken und Schrauben herumzumalen.

Im Kirchenschiff wird jedoch nicht nur an den Bänken gearbeitet. Restauratorin Tatjana Wolff steht in luftiger Höhe auf einem Gerüst und reinigt Figuren auf der Grafenloge, die zudem am Tragwerk, an den Stützen und am Unterbau neu gestrichen werden. Außerdem wird der Altar entstaubt und die Figuren an der Kanzel und auf dem Schalldeckel gesäubert. Auf der Empore wird eine Beleuchtung für den Chor angebracht.

Wiedereröffnung zum Weihnachtsmarkt

Die für die Besucher seit längerer Zeit gesperrten Seitenemporen am Altar erhielten neue Holzpodeste und sind wieder begehbar. Die Westwand mit dem romanischen Gemäuer ist provisorisch mit Rigipsplatten abgedeckt, bis eine geeignete Präsentation der historischen Steine gefunden ist. Ein Experte habe jetzt bestätigt, dass Reste des romanischen Kirchengebäudes des 12. Jahrhunderts an der Westwand des Kirchenraumes vorhanden seien, berichtete der Arbeitskreis.

„Wir sind gut in der Zeit“, zeigte sich Pastor Dieter Timm mit dem Verlauf der Arbeiten zufrieden. Wenn nichts dazwischenkomme, werde die frisch renovierte Kirche ihre Türen pünktlich zum Weihnachtsmarkt-Start am 25. November wieder öffnen.

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erstellt am 03.Nov.2016 | 12:15 Uhr

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