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Barmstedter Zeitung

10. Dezember 2016 | 10:02 Uhr

Sanierung: Es wird wieder heller im Kirchenschiff

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Vor kurzem sind die Sandsteinportale der Seitentüren sowie Hintertür der Kirche abtransportiert worden, um restauriert zu werden. Das Gewände aus Natursandstein, das diese Türen umrahmt, wird jetzt in akribischer Detailarbeit von der Steinrestauratorin Stephanie Silligmann sowie der Restauratotin-Studentin Sophie Niedersberg in den Urzustand versetzt, also wieder sandsichtig gemacht. Mit dem Scharriereisen (Flachmeißel) werden die senkrecht und parallel verlaufenden eingemeißelten Furchen auf den zur Tür weisenden Innenseiten des Gewändes wieder strukturiert.

Die Alt-Reparaturen am Gewände werden entfernt. „Über dem Gewände war eine sandsteinfarbene Farbschicht, darüber Zement“, sagte Silligmann. Und weiter: „Wir arbeiten uns bis zur Sandsteinoberfläche vor.“

Die Scharrierung sei damals sehr aufwendig gestaltet worden, sagte sie. Überhaupt seien die Gewände aus Natursandstein damals etwas Besonderes gewesen. „1771 wurden sie in die Kirche eingesetzt, die bis zu zwei Meter langen Blöcke aus Sandstein wurde vermutlich von weit her geholt, per Schiff nach Hamburg transportiert und von dort mühsam nach Barmstedt gebracht“, so Silligmann.

Es sei ein teures Material gewesen, das man stolz zeigte. Diese Sandsteinstücke seien sehr homogen und massiv. Neben der Seitentür der Kirche standen auf einem Gerüst Arbeiter, die das erste zurückgekommene und restaurierte Kirchenfenster wieder einsetzten. Es wird also wieder heller im Kirchenschiff.

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