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Barmstedter Zeitung

10. Dezember 2016 | 11:58 Uhr

Barmstedt : Richtfest an der Feldstraße

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Anders, als zunächst geplant, werden sechs abgeschlossene Wohnungen entstehen.

Barmstedt | Nach rund drei Monaten Bauzeit hat die Stadt gestern Vormittag Richtfest für den Neubau an der Feldstraße 1 gefeiert. Anders, als zunächst geplant, werden sechs abgeschlossene Wohnungen entstehen. Ursprünglich hatten fünf Wohneinheiten für Flüchtlinge eine Gemeinschaftsküche und Gemeinschaftsräume erhalten sollen. „Als wir mit der Planung begonnen haben, waren die Flüchtlingszahlen noch ganz andere als heute“, sagte Bürgermeisterin Heike Döpke (parteilos) in ihrer Ansprache. Seit einiger Zeit habe sich die Lage entspannt; es kämen wesentlich weniger Schutzsuchende nach Barmstedt als im vergangenen Jahr. „Wir wissen zwar nicht, wie es weitergeht, aber falls es so bleibt wie im Moment, wird der Bau ganz normal nutzbar sein als Mehrfamilienhaus mit sechs Wohnungen“, so Döpke.

Eine davon werde für Obdachlose zur Verfügung stehen und einen separaten Eingang von der Mühlenstraße aus bekommen, sagte Ulrike Karvink (Verwaltung). Der zweite Eingang werde an der Straße An der Alten Mühle liegen. Zusätzlich zu den zwischen 45 und 80 Quadratmeter großen Wohnungen wird der Anbau zur Waschküche und zu Abstellräumen umgebaut. Insgesamt verfügt das Gebäude laut Karvink über 480 Quadratmeter Wohn- und Nutzfläche. Parkplätze könnten auf dem Grundstück geschaffen werden, zu dem auch ein Garten im Innenhof gehört. Einen Keller gibt es – ebenso wie einen begehbaren Dachboden – dagegen nicht. „Das hat Kostengründe“, so Karvink.

Voraussichtlich werden der Neu- und Umbau etwa 735.000 Euro kosten. „Bisher liegen wir im Rahmen, aber man weiß ja nie, was noch kommt“, sagte Karvink. Im September 2014 hatte die Politik beschlossen, das frühere Gebäude auf dem Grundstück – das vom DRK und als Obdachlosenunterkunft genutzt worden war – abzureißen. „Es war von Schimmel befallen und nicht mehr zu retten“, sagte Döpke. Ein halbes Jahr später wurde es abgerissen – und dann tat sich erstmal nichts mehr. Die Verwaltung hatte festgestellt, dass die Kosten um fast 50 Prozent höher waren als von den Architekten ermittelt. Nach intensiven Beratungen entschied die Politik schließlich in Anbetracht des Flüchtlingszustroms und der allgemeinen Wohnungsnot, trotzdem zu bauen. Refinanzieren soll sich das Projekt durch die Mieten oder die Unterbringungspauschalen, die der Bund für Flüchtlinge zahlt. Ende des Jahres soll das Haus bezugsfertig sein. Sie freue sich über den „schönen Bau an einem zentralen Standort und darüber, „dass die Bäume erhalten bleiben“, so Döpke.

Die Stadt Barmstedt betreut zurzeit etwa 150 Flüchtlinge. „Im Moment ist es sehr ruhig“, sagte Pressesprecher Wolfgang Heins gestern. Im gesamten Mai und in der vergangenen Woche sei der Stadt nur jeweils eine Person zugewiesen worden.
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erstellt am 09.Jul.2016 | 16:00 Uhr

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