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Barmstedter Zeitung

08. Dezember 2016 | 05:02 Uhr

Rathaus: Für den Ernstfall gut gerüstet

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Brandschutzausbildung Feuerwehr Barmstedt und städtische Angestellte üben das richtige Verhalten bei einem Brand

Als gegen kurz vor 11 Uhr der Feueralarm im Barmstedter Rathaus losgeht, haben die Angestellten nur wenige Minuten Zeit. Jeder muss das Gebäude am Marktplatz umgehend verlassen und sich zur Sammelstelle auf der gegenüberliegenden Seite des Platzes begeben. Nach nur drei Minuten ist die Barmstedter Feuerwehr mit drei Fahrzeugen und 16 Einsatzkräften vor Ort. Nach kurzer Rücksprache mit Bürgermeisterin Heike Döpke machen sich zwei voll ausgerüstete Atemschutztrupps auf den Weg in das Gebäude, in dem noch immer die Sirene schrillt.

Bei dem Einsatz gestern Vormittag handelte es sich um den Abschluss der Brandschutzausbildung der Mitarbeiter des Barmstedter Rathauses. Hans-Otto Fröde von der Barmstedter Feuerwehr hatte mit den Angestellten mehrere Schulungen gemacht. „Jetzt wird das Ganze einfach geprobt“, so Fröde. Die Ehrenamtler der Barmstedter Wehr hatten sich extra dafür freigenommen, um den Einsatz so realistisch wie möglich zu gestalten.

Das Wichtigste laut Fröde: „Alle sollen das Gebäude bereits verlassen haben, wenn wir eintreffen, damit sich unsere Wege nicht kreuzen.“ Eine Kontaktperson aus dem Rathaus setzt sich dann mit der Feuerwehr in Verbindung, und teilt mit, ob alle Angestellten das Gebäude verlassen haben. Seien noch Personen im Gebäude, sei die Lage eine ganz andere, so Fröde.

Etwa 70 Personen müssten aus dem Barmstedter Rathaus im Notfall evakuiert werden, so der Brandschutz-ausbilder weiter. Verglichen mit Schulen wie dem Barmstedter Gymnasium, wo 800 bis 900 Menschen die Gebäude verlassen müssten, sei die Zahl eher gering. Problematisch beim Rathaus: Da das Haus ein offenes Haus sei, müssten auch alle Besucher möglichst schnell evakuiert werden, unterstrich Döpke. „Wir können aber nur feststellen, ob alle Angestellten draußen sind“, erläuterte Fröde.

Mehrere Personen hätten das Haus beim Alarm noch betreten wollen, berichtete die Bürgermeisterin. „Das muss verhindert werden.“ Dafür sorgte Stadtsprecher Wolfgang Heins, der sich am Eingang mit einem Schild postiert hatte. Zwei Atemschutztrupps der Barmstedter Wehr untersuchten das Gebäude anschließend – ausgerüstet mit Lageplänen – Zimmer für Zimmer. „Es wird in jedem Raum nachgeschaut“, so Einsatzleiter Axel Thieme. Verschlossene Türen würden per Werkzeug geöffnet, im Notfall sogar eingetreten werden. Die Lagepläne seien zur Orientierung wichtig, da bei einem Feuer der Rauch so dicht sei, dass man kaum noch etwas sehen könne. Die Feuerwehr war nach der Übung mit dem Ergebnis sehr zufrieden. „Es hat alles gut geklappt“, so Thieme. Bei ihrer Ankunft hätten die Einsatzkräfte gleich die Zahl der Evakuierten mitgeteilt bekommen. Auch die Bürgermeisterin war zufrieden: „Das sollte eine Vorbereitung für den Ernstfall sein. Es ist alles gut gelaufen.“

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erstellt am 16.Jul.2016 | 16:00 Uhr

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