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Barmstedter Zeitung

06. Dezember 2016 | 23:02 Uhr

Statistik für Barmstedt und das Umland : Polizei registriert mehr Unfälle

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

2015 gab es mehr Unfälle in Barmstedt und Umland als 2014, aber weniger Verletzte. Unfallschwerpunkt ist eine Kreuzung in Groß Offenseth-Aspern.

Barmstedt | Die Zahl der Unfälle in Barmstedt und dem Amt Rantzau (ohne Bilsen, das von der Polizei in Quickborn betreut wird) ist im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2014 leicht gestiegen. Laut Polizeichef Peter Kroll nahmen die Beamten 433 Unfälle auf – 27 beziehungsweise 6,7 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Die Zahl der Verletzten sei dagegen leicht gesunken, sagte Kroll: Von 92 in 2014 auf 87 im vorigen Jahr. Anders als 2014, habe es indes wieder einen Unfall mit tödlichem Ausgang gegeben (wir berichteten). Am 20. Mai starb auf der L  195 in Hemdingen ein Motorradfahrer (26). Ein Autofahrer hatte ihn übersehen, als er von der L  195 nach links in die Beverner Straße abbiegen wollte.

Dass die Zahl der Verletzten gesunken ist, führt Kroll vor allem auf die „bessere Sicherheitstechnik in den Fahrzeugen“ und – bei Unfällen innerhalb geschlossener Ortschaften – auf die dort üblicherweise geringere Geschwindigkeit zurück. Das zeige sich auch daran, dass mit 238 mehr als die Hälfte der Unfälle so genannte Parkplatzrempler gewesen seien, bei denen es bei Blechschäden geblieben sei.

Eine Entwicklung bereite der Polizei allerdings Sorgen, sagte Kroll: Der Hang zur Unfallflucht nehme zu. Während 2014 noch 64 solcher Taten angezeigt wurden, waren es im vorigen Jahr bereits 75 – ein Plus von 17,2 Prozent. Einer der Gründe, vermutet Unfallsachbearbeiter Heike Querling, könne das gestiegene Durchschnittsalter der Autofahrer sein. „Wer älter ist und meint, aufs Auto angewiesen zu sein, hat vielleicht Angst, dass ihm gleich der Führerschein entzogen wird, wenn er ein anderes Auto angeschrammt hat. Das ist aber meist gar nicht der Fall.“

Generell sei die Hauptursache für Unfälle Unachtsamkeit, sagte Kroll. Weitere Gründe seien überhöhte Geschwindigkeit, zu geringer Sicherheitsabstand, das Missachten der Vorfahrt und Alkoholkonsum. Insgesamt sei die Zahl der in Barmstedt und Umgebung unter Alkoholeinfluss verursachten Unfälle aber „vernachlässigbar“, sagte Querling. Ebenso erfreulich sei auch, dass das Fahren ohne Fahrerlaubnis weniger häufig registriert wurde. Deutlich häufiger erwischten die Beamten dagegen Jugendliche, die ihr Mofa frisiert hatten: Die Zahl stieg von 26 in 2014 auf 43 in 2015.

Während die Unfälle in Barmstedt über das gesamte Stadtgebiet verteilt waren, habe sich im Umland ein „eindeutiger Unfallschwerpunkt herauskristallisiert“, so Kroll: die Kreuzung der L  112 und der K  18 in Groß Offenseth-Aspern. Dort hatten sich zehn Unfälle ereignet. Wie berichtet, fordern Bürgermeister und Politiker, dort einen Kreisel zu bauen, um die Lage zu entschärfen. Das Land hat sich dazu noch nicht abschließend geäußert.

Wie viel ein Kreisverkehr bewirken kann, zeige sich in Barmstedt, sagte Kroll: Seitdem die Einmündung Spitzerfurth/Pinneberger Landstraße zum Kreisel umgebaut wurde, seien die Unfallzahlen drastisch gesunken. „Im vergangenen Jahr hatten wir dort nur einen einzigen“, sagte Querling.

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erstellt am 07.Mai.2016 | 16:00 Uhr

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