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Barmstedter Zeitung

03. Dezember 2016 | 20:52 Uhr

Knöllchen nach dem Weihnachtsmarkt : Polizei kritisiert die Parkplatzsituation

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Es gab zu wenig Parkplätze. Das sagt die Polizei. Auch mit den Dixie-Klos gab es Ärger.

Barmstedt | Für manche Besucher des Barmstedter Weihnachtsmarkts hat der Besuch ein teures Nachspiel: Sie werden 30 Euro zahlen müssen, weil sie ihr Auto im Halteverbot abgestellt hatten. „Wir haben mehr als 20 Knöllchen verteilt“, berichtete Stationsleiter Peter Kroll gestern im Gespräch mit unserer Zeitung. Dabei hätten es sicher noch mehr sein können: „Wir hatten auch noch anderes zu tun und konnten uns nicht nur um den Verkehr kümmern.“

Trotz diverser, von der Stadt eigens eingerichteter Halteverbote an den Straßen rund um die Innenstadt seien unter anderem die Feld- und die Brunnenstraße „an allen drei Markttagen ignorant auf einer Seite zugeparkt gewesen“, sagte Kroll. Bei Gegenverkehr sei daher kein Durchkommen mehr möglich gewesen. Zudem sei es vor allem bei Dunkelheit riskant gewesen, die Straße zu überqueren. „Zum Glück gab es keine Unfälle“, so Kroll.

Für die Besucher hätten offenbar zu wenig Parkplätze zur Verfügung gestanden, stellte Kroll fest. Denn nicht nur die öffentlichen Parkplätze, sondern auch die privaten Parkplätze der Supermärkte und der Sparkasse seien voll gewesen, sagte Kroll. Auch Behindertenparkplätze seien verbotenerweise genutzt worden. Einige hätten ihr Auto bei Bekannten in Barmstedt abgestellt. „Wer das nicht konnte, hatte eventuell Pech.“

Als Hauptursachen für das „Verkehrschaos“ sieht Kroll neben dem „deutlichen Parkraumdefizit“ eine „unzureichende Verkehrslenkung“. Beides habe er bereits in einem Schreiben an die Verwaltung moniert, sagte er. Stadtsprecher Wolfgang Heins erklärte dazu auf Anfrage, die Verwaltung versuche, den Verkehr durch die Einrichtung der Halteverbote bestmöglich zu regeln. „Aber wenn einige Leute dann doch verbotswidrig parken, sind wir machtlos.“ Weitere Flächen – etwa das ungenutzte Meiereigelände an der Mühlenstraße – zum Parken auszuweisen, sei zwecklos, meinte er. „Das ist den Leuten zu weit weg.“ Das gelte auch für die öffentlichen Stellplätze am Rantzauer See und die Parkmöglichkeiten im Gewerbegebiet am Schusterring. Die Besucher von dort aus mit einen Shuttle-Bus in die Innenstadt zu bringen, würde sich nicht lohnen, vermutet Heins. Die Erfahrungen beim jüngsten Stoppelmarkt könnten ihm Recht geben: Wie berichtet, hatten die Organisatoren in diesem Jahr erstmals einen Shuttle-Service vom Gewerbegebiet und dem See-Parkplatz aus angeboten. Er wurde jedoch kaum genutzt – obwohl die Fahrt nur einen Euro kostete.

Zum Thema Verkehr werde die Verwaltung sich noch einmal mit der Polizei zusammensetzen „und das nachbereiten“, kündigte Heins an. Ansonsten sei der Markt aber „rundum gelungen – und wir denken, auch aus Besuchersicht“. Laut Kroll waren an den drei Markttagen insgesamt zwischen 30.000 und 40.000 Menschen in der Barmstedter Innenstadt unterwegs. Größere Einsätze habe es für die Polizei nicht gegeben, sagte er. Auch Klaus-Peter Mohr aus Hemdingen fand den Markt „super schön“ – eines habe ihn aber doch geärgert: Für ein „dringendes Bedürfnis“ seines fünfjährigen Sohnes habe er nur Dixie-Klos neben Rossmann gesehen. Die habe er seinem Sohn nicht zumuten wollen. „Vielleicht könnte die Stadt zwei Toilettenwagen mit Reinigungspersonal aufstellen, einen am Anfang und einen am Ende des Markts. Die sind sauberer, und die 50 Cent für die Nutzung zahlt man dann auch gern“, schlug Mohr vor. Auf dem gesamten Marktgelände verteilt hätten acht Dixie- Klos gestanden, sagte Heins dazu. „Die sind wesentlich günstiger als die Wagen.“ Zudem hätten Besucher die öffentliche WCs neben dem Rewe-Parkplatz sowie die Toiletten im Humburg- und im Gemeindehaus nutzen können.

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erstellt am 29.Nov.2016 | 12:15 Uhr

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