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Barmstedter Zeitung

04. Dezember 2016 | 07:14 Uhr

Piste frei für Rambos und Rüpel

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Stockcar-Rennen 31 Fahrer treten beim Schrottkisten-Kampf in Langeln an / 1000 Zuschauer verfolgen das Spektakel

Auf der Autobahn treten sie vereinzelt auf, beim Stockcar-Rennen in Langeln massenweise: Verkehrsrüpel- und -rowdys, rücksichtlose Drängler und Schubser, aggressive, auf Randale gebürstete Rambos. So auch auf der jüngsten – siebten – Veranstaltung, bei der am Sonnabend 31 hartgesottene Fahrer aus dem gesamten norddeutschen Raum auf einem Feld an der Dorfstraße antraten.

Die Fahrer konnten es kaum erwarten, sich hinter das Lenkrad ihrer hässlichen, mühsam zusammengeflickten Schrottkisten zu setzen und durchzustarten. Ihr Ehrgeiz, daraus machte niemand von ihnen ein Hehl, bestand ausschließlich darin zu siegen. Und dafür war ihnen jedes Mittel recht, wie sie während des Rennens zeigten. Sie schubsten und drängelten, verursachten absichtlich etliche Crashs und schreckten nicht einmal davor zurück, gegnerische Autos aufs Dach zu legen. Was gilt bei diesem Kampf die Straßenverkehrsordnung, was gegenseitige Rücksichtnahme, Anstand und Moral?


Schrottkisten wurden aufgegabelt


Austragungsort des Rennens war traditionell die Koppel des Stockcar-Vereinsvorsitzenden Patrick Kühn, der mit seinem Team für die Organisation verantwortlich zeichnete. Kaum war der Startschuss am frühen Morgen gefallen, zerriss das Aufheulen der gequälten Motoren die Stille, und der gesamte Pulk setzte sich in Bewegung, um eine Runde nach der anderen zurückzulegen. Dabei wirbelten riesige Staubwolken auf, die über das Gelände hinwegzogen und fein dosiert überall niedergingen.

Wenn einmal eine Schrottkiste nach einem Unfall liegenblieb, versuchten die Ordnungskräfte oder Helfer mit PS-starken Treckern, sie wieder anzuschieben. War das nicht möglich, wurden die Wracks auf die Gabel genommen und beiseite geräumt. So ging es bis in den Nachmittag hinein. Die Sieger der Vorrunden nahmen am so genannten Zerstörungslauf teil, bei dem alle noch einmal antraten, um sich miteinander zu messen. Beobachtet wurde das Rennen aus sicherer Position hinter hohen Gittern von mehr als 1000 Zuschauern.


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