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Barmstedter Zeitung

03. Dezember 2016 | 05:47 Uhr

Posaunenklang in vielerlei Facetten : „Opus 4“ gastiert im Barmstedter Humburg-Haus

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Pfiff-Konzert: Die Zuhörer erleben einen musikalischen Querschnitt durch mehrere Epochen.

Barmstedt | Ein volles Humburg-Haus konnte der Kulturverein Pfiff am Freitagabend verzeichnen. Bereits zum vierten Mal seit 2008 präsentierte er das Posaunenquartett „Opus 4“. In diesem Jahr gab es aber Probleme bei der Anreise. „In der Nacht ist ein Marder in den ‚Opus 4‘-Bus eingestiegen und hat ein Kabel zerbissen. Mit der Folge, dass der Bus noch in Wismar repariert werden musste“, erklärte Rolf Klose, der froh war, dass die Musiker auf den letzten Drücker noch rechtzeitig angekommen waren.

„Opus 4“, das sind: Der Leiter des Ensembles Jörg Richter, Mitbegründer Dirk Lehmann, Stephan Meiner und Wolfram Kuhnt. Die von dem Ensemble genutzten Barockposaunen wurden eigens für die Musiker nachgebaut und sind eine Leihgabe der Firma Jürgen Voigt aus Markneukirchen. Die Posaunisten überzeugten ihr Publikum mit ihrem klangvollen Konzert und starteten mit dem Stück „Gloria 1641“ von Claudio Monteverdi. Das Repertoire des Ensembles ist ein Querschnitt durch mehrere Epochen. „Da Heinrich Schütz uns Posaunisten in seinem Stück ‚Meine Seele erhebt den Herren‘ vergessen hat und wir der Stimme nicht so mächtig sind, haben wir gedacht, wir spielen es mal auf unseren Posaunen vor“, sagte Richter, der den größten Teil des Arrangements geschrieben hat. „Die Barockposaunen gefallen mir am besten. Es sind tolle Instrumente“, sagte die Barmstedterin Anja Deseniß begeistert.

Nach der Pause überraschte „Opus 4“ das Publikum mit drei Stücken, die die Musiker auf Alphörnern spielten. „Um zu beweisen, was diese schwerfälligen Instrumente können, haben wir etwas Lustiges mitgebracht“, erklärte Richter. Bei „Kein schöner Land“ sangen die Zuschauer lautstark mit. „Für Norddeutschland ist der Auftritt mit den Alphörnern ein Erlebnis“, meinte Wolf-Michael Drews aus Stein bei Kiel. Die Musiker griffen schließlich zu den Konzertposaunen, die strahlend klar und dominant klingen. Es folgte ein Medley von George Gershwin. „In dieser Musik kann man baden“, schwärmte die Elmshornerin Elke Köppen und auch Barmstedts Bürgermeisterin Heike Döpke genoss das Konzert: „Ich bin begeistert. Es ist einfach schöne Musik, und dass so viele Zuschauer von weiter hergekommen sind, ist eine tolle Resonanz.“

Nach der dritten Zugabe – „Mr. Sandman“ von Pad Ballard – wurden die Künstler mit stehenden Ovationen belohnt. „Der Querschnitt von alter Musik bis in die Moderne hat mich fasziniert“, verriet Gabriele Schenkel, die extra für das Konzert aus Preetz angereist war. „Es ist eine tolle Sache, dass es dem Kulturverein Pfiff immer wieder gelingt, so qualifizierte Musiker nach Barmstedt zu holen“, freute sich Kurt Stadelmann aus Hemdingen. „Es war eine wunderbare Stimmung. Wir kommen gern in zwei Jahren wieder“, bilanzierte Bandleader Richter den Auftritt im Humburg-Haus.

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erstellt am 08.Aug.2016 | 16:00 Uhr

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