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Barmstedter Zeitung

10. Dezember 2016 | 10:02 Uhr

Bauprojekt : Neuer Supermarkt in Hörnerkirchen?

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

An der Ecke Steinstraße/Lindenstraße könnte ein Verbrauchermarkt entstehen. Nutzungsrecht für Edeka-Kette.

Brande-Hörnerkirchen | Bekommt Hörnerkirchen einen neuen Supermarkt? Derzeit deutet einiges darauf hin. Während der jüngsten Gemeindevertretersitzung wurde der Aufstellungsbeschluss für den B-Plan Nummer 14 an der „Ecke Lindenstraße/Steinstraße“ gefasst. Zum Planungsziel heißt es: „Es sollen die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Errichtung eines zeitgemäßen Vollsortimenters mit ergänzenden Randsortimenten geschaffen werden.“

Noch allerdings befindet sich das dafür auserkorene Grundstück in Privatbesitz. Die Gespräche mit der Eigentümergemeinschaft laufen bereits, und Bürgermeister Siegfried Winter sagte während eines Ortstermins: „Wir sind da schon relativ weit.“ Neben dem geplanten Discounter sind unter anderem ein Spielplatz und ein Gemeindebau in Planung. Letzterer könnte nach Aussage Winters der Polizeistation und dem Bürgerbüro eine neue Heimat geben. „Das jetzige Amtshaus würden wir dann verkaufen“, so Winter. Rund 11.000 Quadratmeter messe das gesamte Areal. Rund 2000 seien für das Gemeindehaus gedacht, 6500 bis 7000 Quadratmeter für den neuen Verbrauchermarkt.

Nach derzeitigem Stand der Dinge wäre es wohl die Edeka-Kette, die sich das Nutzungsrecht sichern würde. Und somit würde am Ende voraussichtlich Andreas Boost einziehen. Mit einer angedachten Verkaufsfläche von maximal 1300 Quadratmetern wäre der neue Markt fast doppelt so groß wie sein jetziger, der dann als Standort wegfallen soll. Vom Kreis liegt nach Aussage des Bauausschuss-Vorsitzenden Jens Fischer bereits eine positive Stellungnahme zu dem Projekt vor. Das Land hat sich noch nicht geäußert. Die derzeitigen Bauten auf dem Grundstück würden bei einer Realisierung der Pläne wohl allesamt abgerissen werden.

Etwa vier Jahre ist es her, seit die letzten Pläne eines Discounter-Neubaus in Hörnerkirchen vom Tisch sind. Damals sollte gegenüber der Gaststätte „Zur Tankstelle“ im Dorfzentrum nach dem Willen der CDU ein knapp 800 Quadratmeter großer Markt gebaut werden. Die örtliche SPD war dagegen, ebenso wie eine Bürgerinitiative, die sich eigens zur Verhinderung des Projektes bildete. Als Marktbetreiber stand die dänische Netto-Kette bereit. Und sogar die Universität Kiel nahm sich in Gestalt von Professor Ulrich Jürgens vom Geographischen Institut des Themas an.

Große Angst

Letztlich setzten sich die Kritiker durch. Vor allem ein Argument hatte Gewicht: Was würde geschehen, wenn der neue Discounter dem Edeka Markt von Andreas Boost am Markt verdrängen würde, und später dann die Discounter-Betreiber feststellen sollten, dass sich ein so großer Verbrauchermarkt im beschaulichen Hörnerkirchen gar nicht langfristig rentiert? Die Angst war groß, dass Brande-Hörnerkirchen am Ende statt – wie erhofft – mit zwei Märkten ganz ohne Nahversorger dastehen würde.

In den vergangenen Jahren herrschte dann wieder Ruhe. Boost gibt es immer noch. Und von einem Netto-Interesse ist derzeit in Hörnerkirchen keine Rede mehr. Doch nun scheint wieder Bewegung in die Geschichte zu kommen. Und die einstmals gefürchtete Konkurrenzsituation würde bei der neuen Lösung erst gar nicht entstehen.

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erstellt am 02.Jul.2016 | 10:00 Uhr

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