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Barmstedter Zeitung

11. Dezember 2016 | 01:23 Uhr

Serienende : Neue Kirche und weniger Austritte

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Rückblick: Das hat sich in den vergangenen Jahren im Gemeindeleben der Kirchengemeinde Barmstedt getan.

Barmstedt | Am 1. Advent wird gewählt: Fast zwei Millionen Mitglieder der Nordkirche sind am Sonntag, 27. November, dazu aufgerufen, in mehr als tausend Gemeinden neue Kirchengemeinderäte zu wählen. Über die Details zur Wahl hat shz.de während eines „Themas der Woche“ berichtet. Heute folgt der letzte Teil der Serie. Im Fokus: das Gemeindeleben in der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Barmstedt während der jüngsten Amtszeit des Kirchengemeinderats.

In den kirchlichen Bezirken Mitte, Ost und West herrscht ein reges Gemeindeleben. „Die Gemeindearbeit ist breit gefächert“, sagt Pastor Klaus-Dieter Piepenburg und dankt in diesem Zug ausdrücklich den vielen Ehrenamtlern, die diese Aktivitäten überwiegend leisteten. Einen Wermutstropfen gibt es dennoch. „Die Mitgliederzahlen sind rückläufig“, so Piepenburg. 10.469 Mitglieder gebe es, das seien zwei Prozent weniger als im Vorjahr. „Die Austritte sind jedoch weniger geworden. Hatten wir 2015 noch 168 Austritte, sind es in diesem Jahr 95“, sagt er. Taufen und Trauungen seien ebenfalls zurückgegangen. Aus Gesprächen wisse er, dass etliche Mitglieder diese Zeremonien wegen der Sanierung der Heiligen-Geist-Kirche in Barmstedt auf das kommende Jahr verschieben würden.

Aus dem Bezirk West berichtet Pastor Tobias Jäger, dass seit dem Bau der Osterkirche die Zahlen der Gottesdienstbesucher gestiegen seien. Der Neubau war im Juni 2014 während eines Festgottesdienstes mit Bischof Gothart Magaard feierlich eingeweiht worden. Von den Baukosten in Höhe von etwa 1,84 Millionen Euro wurden 750.000 Euro durch das EU-Förderprogramm Aktivregion Pinneberger Marsch und Geest als sogenanntes „Leuchtturmprojekt“ gezahlt. Den Restbetrag musste die Kirchengemeinde mit Eigenkapital und Darlehen selbst aufbringen.

Auch die verschiedenen Gottesdienstarten würden gut angenommen, so Jäger. Ebenso die Candlelight-Termine. Der Bezirk biete mittwochs eine Sprechstunde für Asylbewerber an. „Zudem haben wir einen der größten Kindergarten im Kirchenkreis“, sagt Jäger. Pastor Bert Johannigmann vom Bezirk Ost rief die Bewohner der Gemeinden auf, ihm mitzuteilen, wenn ein Nachbar oder Verwandter etwa einen Besuch vom Pastor benötige. „Diese Form von Mitarbeit aus den Gemeinden halte ich für sehr sinnvoll“, so Johannigmann.

Die Frauenkreise in den einzelnen Gemeinden funktionierten hervorragend. Was ihn besonders freue: „Die Feuerwehr Hemdingen bat um je ein Kreuz für ihre neuen Fahrzeuge.“ Das fülle den bekannten Wehrspruch „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“ mit Leben.

Der Bezirk Mitte (Barmstedt) der Pastoren Dieter Timm und Raphael Steenbuck sowie Klaus-Dieter Piepenburg hat in der pastoralen Betreuung eine Änderung erfahren. Großendorfer Straße, Am Wasserwerk, Nappenhorner Koppel, Nappenhorn und Hellwieser Chaussee werden jetzt zusätzlich von Timm betreut.

Die Pastoren lobten zudem die Zusammenarbeit mit der Stadt bei der Flüchtlingshilfe. Großes Thema in den vergangenen Jahren war die Sanierung der HeiligenGeist-Kirche gewesen, die mittlerweile kurz vor dem Abschluss steht. Steenbuck merkte dazu an: „Die Spende von 750 Euro für eine Kirchenbank beinhaltet ein Namensschild des Spenders auf der Bank. Zwei Schilder von zwei Spendern oder mehr pro Bank sind auch möglich.“

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erstellt am 16.Nov.2016 | 16:37 Uhr

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