zur Navigation springen

Barmstedter Zeitung

09. Dezember 2016 | 05:04 Uhr

Trotz Kritik aus Elmshorn : Neubaugebiet: Bokholt plant weiter

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Der Elmshorner Stadtentwicklungsausschuss hat die Pläne für das Neubaugebiet der Gemeinde Bokholt-Hanredder in Offenau an der Grenze zu Elmshorn kritisiert. Das Ziel, Elmshorns Attraktivität als Wohnstandort zu verbessern, werde konterkariert, hieß es seitens der Verwaltung. Trotz der Bedenken treibt Bokholt-Hanredder die Pläne für das Neubaugebiet aber weiter voran. Ende Oktober wird sich die Politik erneut mit dem Thema befassen.

Bokholt-Hanredder | Trotz Bedenken aus Elmshorn treibt die Gemeinde Bokholt-Hanredder die Pläne für das Neubaugebiet in Offenau voran. Der Bau- und Planungsausschuss sprach sich vor Kurzem während seiner Sitzung im Bürgerhaus nach eingehender Diskussion dafür aus, die Aufstellung des B-Plans Nummer 20 fortzusetzen. Dazu gehört die Anhörung der Träger öffentlicher Belange und der Öffentlichkeit. „Da es noch alle Hände voll zu tun gibt, wird sich die Politik aber erst in seiner Sitzung Ende Oktober damit befassen“, teilte der Bauamtsleiter des Amts Rantzau, Gerhard Jöhnk mit.

Lediglich zur Kenntnis nimmt die Gemeinde Bedenken der Stadt Elmshorn gegen die Bauleitplanung. In seiner Sitzung Anfang September hatte der Elmshorner Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt mitgeteilt, „dass die Größe des Plangebiets, die Anzahl der Wohneinheiten und die periphere Lage im Gemeindegebiet erkennen lässt, dass es sich nicht um eine Deckung des örtlichen Bedarfs der Gemeinde Bokholt-Hanredder handelt“. Vielmehr würden durch die Ausweisung einer Wohnbaufläche in direkter Angrenzung an das Gebiet der Stadt Einwohner aus Elmshorn abgeworben. Die Lage am Ortsrand könnte zudem dazu führen, so eine Stellungnahme aus dem Rathaus, dass Elmshorner Funktionen genutzt würden und sich dadurch größere Pendlerströme und eine Verschärfung der Parksituation ergäben.

Die Gemeinde Bokholt-Hanredder erwiderte, dass für Offenau als Endpunkt der Entwicklungsachse entlang der Landesstraße 75 (L  75) eine Stärkung der Wohnfunktion und eine Verfestigung als Gewerbestandort vorgesehen ist. Hinsichtlich des Gewerbestandorts habe die Gemeinde mit dem Bebauungsplan Nummer 13 und der dazu aufgestellten ersten Änderung die planungsrechtlichen Voraussetzungen geschaffen. Die Wohnfunktion solle über den Bebauungsplan Nummer 20 gestärkt werden. Dieser werde aus dem wirksamen Flächennutzungsplan aus dem Jahre 2005 entwickelt.

Im Ortskern von Bokholt-Hanredder gebe es zudem keine Baulücken und Wohnbauflächen mehr, so die Gemeinde zur Kritik der Stadt Elmshorn. Zudem stehe Bokholt nach dem Landesentwicklungsplan bis zum Jahre 2025 noch ein maximaler Rahmen für die Wohnungsbauentwicklung von etwa 60 Wohneinheiten zu.

Der Sitzung des Bau- und Planungsausschusses war eine Öffentlichkeitsveranstaltung vorausgegangen auf der die von der Gemeinde beauftragten Planer, Rede und Antwort standen. Die Bauausschussvorsitzende Katrin Schrade war allerdings geschockt über das geringe Interesse der Öffentlichkeit. Sie hätte sich eine größere Beteiligung auch seitens der Bauinteressenten gewünscht. Aus eigener Erfahrung, so Schrade, sei es wichtig, sich so früh wie möglich an der Machbarkeit der Gestaltung seines Grundstückes zu beteiligen.

Die Pläne für das Neubaugebiet zwischen Birkenweg und L  75 laufen seit mehreren Monaten. Auf dem etwa 3,9 Hektar großen Areal sollen nach letzten Stand 26 bis 28 Grundstücke mit einer Größe zwischen 600 und 800 Quadratmetern entstehen.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen