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Barmstedter Zeitung

05. Dezember 2016 | 19:35 Uhr

Abstimmung : Mehrheit stimmt für ehrenamtliche Gleichstellungsbeauftragte

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Der Ausschuss spricht sich mehrheitlich für das Ehrenamt aus.

Barmstedt | Die Stadt Barmstedt und das Amt Hörnerkirchen sollen auch in Zukunft eine ehrenamtlich tätige Gleichstellungsbeauftragte bekommen. Mit knapper Mehrheit von fünf zu vier Stimmen hat der Hauptausschuss am Dienstag den Vorschlag der Verwaltung abgelehnt, eine hauptamtliche Stelle zu schaffen. CDU und FWB sahen dafür keine Notwendigkeit. „Die Ehrenamtliche hat auch einen guten Job gemacht“, sagte Hauke Johannsen (CDU). Bis zu ihrem Rücktritt im Sommer hatte Petra Krämer das Amt ausgeübt.

Grüne und SPD plädierten dafür, eine hauptamtliche Stelle einzurichten. „Die Aufgaben einer Gleichstellungsbeauftragten haben sich leider nicht erledigt, und man kann sie auch nicht nebenbei machen“, sagte Marina Quoirin-Nebel (Grüne). Zudem bereite das Land gerade ein Gesetz vor, wonach Kommunen mit mehr als 15.000 Einwohnern eine hauptamtliche Kraft einstellen müssen. Und da Barmstedt und das Amt Hörnerkirchen zusammen aktuell knapp 14.800 Einwohner haben, „werden wir das auch bald müssen“, so Quoirin-Nebel. Christian Schönfelder (FWB) wollte das nicht gelten lassen. „Wir müssen nicht auf den Zug aufspringen, nur, weil wir in der Nähe sind“, sagte er. Eine ehrenamtliche Gleichstellungsbeauftragte hätte zudem den Vorteil, „dass sie unabhängig von Politik und Verwaltung ist“. Sie könne zudem mehr erreichen, wie Peter Gottschalk (FWB) ergänzte. „Der Schwerpunkt der Tätigkeit liegt eher auf Anfragen von außerhalb. In der Verwaltung brauchen wir das Amt nicht.“ Aus Sicht der SPD allerdings schon. „Wir würden gern eine Viertelstelle schaffen, die idealerweise mit einer Fachkraft aus dem Rathaus besetzt werden sollte“, sagte Hans-Christian Hansen (SPD).

Als „Luxusdiskussion“ stufte Günter Thiel (BALL) die Debatte ein. „Die realen Probleme kann weder eine haupt- noch eine ehrenamtliche Gleichstellungsbeauftragte lösen – Änderungen müssen durch soziale Bewegungen erfolgen“, sagte er. Letztlich stimmte er aber auch für das Hauptamt.

Sollten die Ehrenamts-Gegner nicht noch in der Stadtvertretung einen Antrag stellen in der Hoffnung, das Ergebnis zu kippen, würde die Verwaltung die Stelle Anfang 2017 ausschreiben, sagte der Leitende Verwaltungsbeamte Sven Werner gestern. Als Aufwandsentschädigung für das Amt wären nach jetzigem Stand 250 Euro pro Monat vorgesehen.

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erstellt am 01.Dez.2016 | 16:00 Uhr

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