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Barmstedter Zeitung

05. Dezember 2016 | 21:49 Uhr

Lernhus: Es gibt noch viel zu tun

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Brandschutz Auflagen müssen erfüllt werden / Enge Frist für Umsetzung der Baumaßnahme bereitet Sparrieshoop Probleme

Noch im April herrschte große Freude in Klein Offenseth-Sparrieshoop. Das örtliche Lernhus-Projekt wurde vom Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume mit einer Fördersumme in Höhe von 750  000 Euro bedacht. Die alte Turnhalle soll zum Netzwerkort für Bildung und Beratung umgebaut werden, um neuen Raum für Schule, Gemeindebücherei und Sportverein zu schaffen.

Doch nun steht das Bauvorhaben auf der Kippe. Während ihrer jüngsten Sitzung beschäftigten sich die Gemeindevertreter über zwei Stunden mit den Detailfragen. Dabei wurde deutlich: Es gibt gleich eine ganze Reihe von drängenden Problemen – und auch die Zeit wird knapp.

Erster Knackpunkt ist das teure Brandschutzkonzept, für das die Gemeinde mit Mehrkosten in Höhe von rund 200  000 Euro rechnet. Die alte Brandschutztechnik in dem Gebäude sei „nicht mehr auf dem neuesten Stand“, sagte Wählergemeinschafts-Vertreter Hermann Höppner. Und Bürgermeister Günther Korff (Foto, SPD) fürchtet, dass man zumindest einen Teil der Fördergelder gefährden könnte, sollten die Brandschutzauflagen nicht umfassend erfüllt werden.


Die Decken könnten erneuert werden


Statt der Installation einer neuen und aufwendigen Brandmeldeanlage könnte laut Aussage eines unabhängigen Sachverständigen auch die Decke in den Fluren der alten Schule erneuert und feuersicher gemacht werden. Wobei bislang nicht klar ist, welche Variante letztlich günstiger wäre. Nun soll erst einmal überprüft werden, ob und inwieweit die bestehende Brandmeldeanlage den aktuellen Anforderungen entspricht. Anschließend soll im Bauausschuss das weitere Vorgehen beraten werden.

Sorgen bereitet auch der vom Kieler Ministerium gesetzte Bewilligungszeitrahmen, das eine Umsetzung der Baumaßnahme bis Ende Oktober 2017 fordert. Und noch eine zweite Frist bereitet den Lokalpolitikern Kummer. Das Land fordert die Einführung einer offenen Ganztagsschule zum Schuljahr 2017/18. Bereits zum 31. März 2017 soll demnach ein entsprechender Antrag mit allen notwendigen Unterlagen eingereicht werden. Aus Sicht der Sparrieshooper Gemeindevertreter ein Ding der Unmöglichkeit.

Generell wird die offene Ganztagsschule zudem kritisch gesehen, da diese vom Schulträger, also der Gemeinde, weitestgehend allein zu finanzieren wäre. Nun will man erst einmal das Gespräch mit den Verantwortlichen in Kiel suchen, um gemeinsam eine Lösung zu finden. Sollte dieses Vorhaben scheitern, möchte Sparrieshoop die genannten Fristen verlängern lassen, um Zeit zu gewinnen. Auch soll geprüft werden, ob Kiel statt einer offenen Ganztagsschule auch mit der bereits bestehenden betreuten Grundschule einverstanden wäre.

Ob und wann das Lernhus gebaut wird, steht momentan in den Sternen. Die Politiker-Runde einigte sich darauf, erst einmal den ersten Bauabschnitt angehen zu wollen. Dieser umfasst den Bau der Umkleiden.


200  000 Euro für Brandschutzgutachten


Zeitlich parallel dazu muss nun abgewartet werden, ob die zugesagten Fördergelder auch bei einer Veränderung des Konzeptes bestehen bleiben. Sollte dies der Fall sein, steht einem Weiterbau voraussichtlich nichts im Weg. Wobei es noch mehr Details zu klären gibt, so unter anderem den Austausch der bestehenden Heizungsanlage. Einen entsprechenden Beschlussvorschlag nahmen die Gemeindevertreter erst einmal von der Tagesordnung. Definitiv angehen muss man das Brandschutzgutachten. Hierfür wurden 200  000 Euro als Haushaltsmittel zur Verfügung gestellt.


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