zur Navigation springen

Barmstedter Zeitung

08. Dezember 2016 | 15:34 Uhr

„Kinder müssen im Fokus stehen“

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Zu Gast SPD-Bundestagsabgeordneter Ernst Dieter Rossmann besucht Sparrieshooper Schule / Lob für Entwicklung im Ort

Seit Anfang August ist die Lebenshilfe im Kreis Pinneberg Träger der Betreuten Grundschule Sparrieshoop. Darüber hinaus plant die Gemeinde Sparrieshoop den Aufbau eines „Lernhuus“ in der alten Sporthalle. Grund genug für den SPD-Bundestagsabgeordneten Ernst Dieter Rossmann, sich bei der Schulleiterin der Grundschule Wiepeldorn, Christiane Ringlstetter-Franz, Sparrieshoops Bürgermeister Günther Korff und den Vertretern der Lebenshilfe. Michaela Kittner und Martin Theen-Rathjen, über die „Dorfschule der neuen Generation“ zu informieren.

Bei einem Blick hinter die Kulissen erfuhr Rossmann, dass es unter anderem Projekt- und fächerübergreifenden Unterricht gibt, Hörtraining für Kinder mit einer Lese-Rechtschreibschwäche, intensiven Sportunterricht und vieles mehr.

Besonders interessierte sich Rossmann für die Weiterentwicklung der Betreuten Grundschule. Bürgermeister Korff erläuterte, dass Schule und Gemeinde über einen professionellen Betreiber für die Betreute Grundschule nachgedacht und sich in einem Auswahlverfahren für die Lebenshilfe entschieden haben. 222 Mädchen und Jungen besuchen die Sparrieshooper Grundschule, 46 die Außenstelle in Lutzhorn. 47 Kinder werden im Rahmen der Betreuten Grundschule betreut.

Kittner berichtete, dass von den 40 Kindern, die im August eingeschult worden waren, bereits 18 außerhalb des Unterrichts betreut werden. „Der Anteil der Kinder, die betreut werden, wird weiter wachsen“, ist sich die Vertreterin der Lebenshilfe sicher. Sie merkte aber auch kritisch an, dass sich die Gesellschaft verändere. Die Erwartungshaltung der Eltern wachse. „Die Eltern erwarten von der Schule, dass alles, was mit Schule zusammenhängt, in der Schulzeit erledigt wird. Die Eltern möchten dann nur noch die Freizeit mit ihren Kindern verbringen. Diese Entwicklung sehe ich kritisch“, so Kittner. Das griff Rossmann auf und sagte: „Schule kann kein Komplettangebot sein. Kinder sind schließlich keine Computer, die nur gewartet werden müssen. Die Kinder müssen im Fokus stehen.“

Diskutiert wurde auch, die Betreuung von Kindern, die während des Unterrichts eine Schulbegleitung haben. Diese Begleitung endet bisher mit Unterrichtsende und gilt nicht für die nachfolgende Betreuung. Für die Betreuer im Laufe des Nachmittags ist das meist eine Herausforderung. Trotz dieser kritischen Töne waren sich die Schulleiterin und auch die Vertreter der Lebenshilfe einig, dass die Eltern der Grundschule im Großen und Ganzen sehr positiv zugewandt seien. „Die Elternbeteiligung sollte auf jeden Fall hochgehalten werden“, merkte Rossmann an. „In Sparrieshoop entsteht ein Gemeinschaftsbildungszentrum mit Schule, Sporthalle, Lernhuus und dem Gemeindezentrum“, lobte Rossmann am Ende des Gesprächsrunde.


Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen