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Barmstedter Zeitung

24. April 2017 | 07:23 Uhr

Ihre Hilfe ist immer mehr gefragt

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Behindertenbeauftragte Edith Roppel hat in 2016 221 Personen betreut / Wunsch nach höherer Aufwandsentschädigung

Sie hilft bei Anträgen auf Schwerbehinderung, kennt sich mit Pflegegraden aus, bietet Sprechstunden an. Und ihre Hilfe wird immer häufiger benötigt: Die Heederin Edith Roppel (Foto) arbeitet seit 2002 ehrenamtlich als Behindertenbeauftragte für die Stadt Barmstedt sowie das Amt Rantzau und auch für das Amt Hörnerkirchen. Im vergangenen Jahr habe sie 221 Personen betreut, im Jahr davor seien es 186 gewesen, so Roppel. „Es kommen immer mehr“, sagt sie.

Zweimal im Monat bietet Roppel ihre Sprechstunde in Barmstedt an, einmal im Monat in Hörnerkirchen. Angesetzt ist die Sprechstunde im Barmstedter Rathaus von 9 bis 11 Uhr. „Meistens gehe ich um 12 Uhr raus“, so Roppel. Hinzu kämen noch die Hausbesuche und die Sprechstunde in Hörnerkirchen. Insgesamt beobachte sie, dass viele Kinder und Jugendliche zu ihr kommen. Die weiteren Personen, die ihre Hilfe suchen würden, seien Menschen zwischen 50 und 60 Jahren und älter, so die Behindertenbeauftragte.

Bei den Jüngeren kümmere sie sich vor allem um Anträge auf Schwerbehinderung, Schulassistenten und Pflegegrade. Auch das Formulieren von Reha-Anträgen, das Einreichen von Widersprüchen und das Begleiten von Hilfesuchenden zur Agentur für Arbeit und zur Krankenkasse gehöre zu ihrer Arbeit. Manchmal beschäftige sie sich vier bis fünf Stunden pro Woche mit ihren Aufgaben. 107 Anträge auf Schwerbehinderung etwa habe sie im vergangenen Jahr gestellt. „Davon sind 84 durchgegangen.“

Ihr mache das Ehrenamt sehr viel Spaß, sagt Roppel. „Sonst würde ich das nicht mehr machen.“ Sie sei zufrieden, wie es laufe. „Solange ich gesund bin, mache ich das auch weiter“, sagt die Heederin. Zweimal im Jahr fahre sie zu Seminaren, um sich fortzubilden. Ihre Leistung spricht sich herum: 34 Personen habe sie im vergangenen Jahr bei der Beratung abweisen müssen. „Ich darf keine Leute außerhalb meines Gebiets betreuen“, erklärt Roppel. Mehrere Anfragen hätten sie aus Hamburg erreicht. Über Dritte hatten sie von der Behindertenbeauftragte aus Heede gehört.

Mit der Situation der Behindertenbeauftragten werden sich auch die Stadt Barmstedt und das Amt Rantzau demnächst befassen (siehe Info-Kasten): Die Politik wird im März und April darüber beraten, ob die Aufwandsentschädigung für Edith Roppel von bislang 250 Euro pro Monat auf 355 Euro pro Monat angehoben wird. Die Heederin begründe ihren Antrag im Sinne einer Gleichbehandlung entsprechend der Regelung für die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Barmstedt, so die Amtsverwaltung.

Die Mehrkosten würden sich auf 1260 Euro im Jahr belaufen. Die Entschädigung werde aktuell nach Einwohnerzahlen auf die beiden Ämter sowie die Stadt umgelegt. Die Abrechnung erfolge durch die Stadt Barmstedt.

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erstellt am 10.Mär.2017 | 16:00 Uhr

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