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Haus & Grund Barmstedt : Hans-Jürgen Schack sagt Tschüß

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Der langjährige Vorsitzende gibt sein Amt nach 21 Jahren ab.

Barmstedt | Nach 21 Jahren soll Schluss sein: Während der Jahreshauptversammlung am Donnerstag, 9. März, wird Hans-Jürgen Schack den Vorsitz von Haus  &  Grund (H & G) Barmstedt abgeben. „Ich höre lieber auf, wenn noch einer sagt: ,Schade’, als wenn einer sagt: ,Endlich’“, kommentiert er seine Entscheidung schmunzelnd. Mitglied bei H  &  G ist Schack seit 33 Jahren. Nach dem Schulabschluss ging der gebürtige Barmstedter zunächst zur Bundeswehr und wurde Berufssoldat. Nach sechs Jahren und Stationen in Hamburg, Sonthofen und Hannover hatte er genug und begann, Jura zu studieren. 1983 fing er als Anwalt in Barmstedt an. Kurz darauf sei er angesprochen worden, ob er nicht Lust habe, als Jurist im Vorstand von H  &  G mitzuarbeiten. Er hatte, trat 1984 dem Verein bei und wurde zum Beisitzer gewählt.

1996 übernahm Schack das Amt des Vorsitzenden von Arnold Schmidt. „Unter ihm war die Zahl der Mitglieder rasant gestiegen“, so Schack. Darüber hinaus seien damals Aktionen wie die jährliche Herbstveranstaltung und der Stand auf dem Weihnachtsmarkt entstanden. Eine seiner „ersten Amtshandlungen“ sei gewesen, die Satzung zu ändern, erinnert sich Schack. „Die Mitglieder haben mehr Rechte bekommen.“ Zudem sei mit Ruth Hansen erstmals eine Frau in den Vorstand gewählt worden.

Besonders stolz ist Schack auf das Neujahrskonzert im Jahr 2000, das H & G organisiert hatte: Tenor Thomas Schulze – das „Phantom der Oper“ – trat mit seinem Orchester auf. „Das war ein echtes Highlight, die Kirche war ausverkauft – 600 Besucher“, so Schack. Eine ähnlich erfolgreiche Aktion seien die „Offenen Gärten“ gewesen, die H  &  G vor zwei Jahren zum 875-jährigen Bestehen der Stadt initiiert hatte.

Für die Mitgliederberatung sei die Eröffnung der Geschäftsstelle wichtig gewesen, sagt Schack. Vorher hätten Schmidt und er das in den ehemaligen Volksbank-Räumen am Küsterkamp gemacht, „und die Vereinsführung wurde in der Wohnstube erledigt“. Als 2006 zwei Wohnungen in der Alten Schuhfabrik frei geworden seien, „haben wir die Gelegenheit beim Schopf gepackt“. Die festen Öffnungsund Beratungszeiten hätten sich bewährt, resümiert der Vorsitzende.

In Barmstedt habe er sich im Namen von H & G auch „mal öffentlich zu Dingen geäußert, die uns gut oder nicht gut gefallen haben – das kam aber nicht immer gut an“, sagt Schack. So kritisiert er etwa den Umgang mit städtischen Gebäuden. „Wenn die öffentliche Hand mit ihren Immobilien so bedacht umginge wie unsere Mitglieder, sähe es in Barmstedt und mit den Finanzen besser aus. Gebäude, die für 90 Jahre gebaut werden, sind nach weniger als 30 Jahren abrissreif – und dann geht es wieder von vorn los.“ Auch der wegen des Schimmelbefalls lange Leerstand der Sporthallen an der Schulstraße nervt ihn. „Dass eine Turnhalle so lange ohne Leben ist und keiner weiß, woran es liegt, ist ein Unding und muss nicht sein. Das würde auch kein Privater so hinnehmen.“ Zur Ablenkung, so Schack, „wird dann mal wieder der Baumschutz aus dem Archiv rausgeholt.“ Doch die größten Frevler seien nicht die Privatpersonen, sondern „die Stadt und ihre Gleichgestellten wie Stadtwerke und AZV“.

Wenn er nicht als Anwalt oder für H & G aktiv ist, höre er gern Musik – „von Klassik bis modern“ –, treibe Sport und „esse gut“, so Schack, der in zweiter Ehe verheiratet ist und drei erwachsene Kinder hat. Wer sein Amt bei H & G übernimmt, werden die Mitglieder am 9. März entscheiden.

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erstellt am 04.Mär.2017 | 16:00 Uhr

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