zur Navigation springen

Barmstedter Zeitung

04. Dezember 2016 | 13:20 Uhr

Hallenbad: „Drehen alles auf links“

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Barmstedts Stadtwerkeleiter kündigt Nutzungsverträge mit Schulen und Vereinen / Sanierung geht im Sommer weiter

Die Barmstedter Stadtwerke wollen den Betriebsablauf im Hallenbad neu organisieren – und haben dazu zum 24. Juli die Nutzungsverträge mit den Schulen und Vereinen gekündigt. „Das mussten wir pro forma machen“, erklärte Stadtwerkeleiter Fred Freyermuth im Gespräch mit dieser Zeitung. Er gehe davon aus, „dass wir nach den Sommerferien mit einem neuen Konzept weiterarbeiten können“. Betroffen sind außer den Barmstedter Schulen mehrere Grundschulen im Umland und mehrere Sportvereine.

Hauptgrund für die Umstrukturierung sei die uneinheitliche Auslastung des Bades, sagte Freyermuth. „Zu manchen Zeiten ist es fast leer, zu anderen überlaufen.“ So komme es beispielweise vor, „dass die DLRG nur den Schwimmerbereich gebucht hat und der Nichtschwimmerbereich währenddessen brach liegt“. Neben der erhofften „betriebswirtschaftlichen Verbesserung“ – sprich: Einsparungen – solle auch die Planungssicherheit für die sechs Mitarbeiter bezüglich der Schichtdienste steigen, so Freyermuth. „Zurzeit ist das Bad an sieben Tagen pro Woche von früh morgens bis teilweise spät abends geöffnet.“ Daher müsse ständig Personal vorgehalten werden.

Kündigungen solle es nicht geben, betonte Freyermuth. „Im Gegenteil: Wir suchen ja sogar Fachkräfte. Durch die Neuorganisation wollen wir die Mitarbeiter aber effizienter einsetzen.“ Das könne auch bedeuten, „dass sie zusätzliche Aufgaben übernehmen, wenn dafür Zeit ist“.

Bei der Erarbeitung des neuen Konzepts sei „alles rund um das Hallenbad auf links gedreht“ worden, sagte Freyermuth: die stadtwerke-eigenen Angebote, das Schul- und Vereinsschwimmen, die Öffnungszeiten, der Belegungs- und Personalplan, das Reinigungs- und Hygienekonzept sowie die technischen Standards in der Wasseraufbereitung. „In einigen Bereichen haben wir festgestellt, dass wir nicht auf dem Stand der Technik sind oder betriebswirtschaftlich neu ansetzen müssen“, so der Werkleiter. Die Kündigung der Nutzungsverträge sei notwendig, „weil wir jetzt quasi den Reset-Knopf drücken und alles neu aufsetzen“. Demnächst solle das Konzept der Politik vorgestellt werden, kündigte Freyermuth an. Zustimmen müsse sie aber nicht. „Es handelt sich um laufende Betriebsführung.“

Abgesegnet hat die Politik dagegen jüngst die weitere Sanierung des Hallenbads. Der Werkausschuss stimmte zu, dass der Eingangsbereich und die Attika rund um das Gebäude für rund 130  000 Euro erneuert werden. Der Großteil davon – mindestens 95  000 Euro – entfalle auf die Attika, deren Erneuerung teurer werde als geplant, sagte Freyermuth. „Es hat sich gezeigt, dass der Unterbau völlig schrott ist und auch von innen was gemacht werden muss.“ Statt der ursprünglich geplanten Stahlkassetten solle nun aber Zink verwendet werden. „Das ist mindestens 4000 Euro günstiger und außerdem leichter einzubauen“, so Freyermuth. Die Verarbeitung sei „nicht ganz einfach, weil das Gebäude krumm und schief ist“.

Vor dem Hallenbad sollen die Treppe und die gepflasterten Wege ausgebessert werden. „Die Treppenstufen sind lädiert und die Wege teilweise abgesackt, was besonders für Menschen mit Gehbehinderungen problematisch ist“, sagte Freyermuth. Die Gesamtkosten für die Sanierungen bezifferte er auf etwa 32  000 Euro. Starten sollen die Arbeiten im Sommer.

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 30.Apr.2016 | 16:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen