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Barmstedter Zeitung

01. Oktober 2016 | 10:42 Uhr

Barmstedter "Badewonne" : Hallenbad-Besuch wird teurer

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Die Eintrittspreise für die Barmstedter „Badewonne“ sollen ab 2017 steigen. Teilweise wird im 90-Minuten-Takt abgerechnet.

Barmstedt | Besucher des Barmstedter Hallenbads müssen ab 2017 tiefer in die Tasche greifen: Die Stadtwerke erhöhen die Eintrittspreise. Am Sonnabend und Sonntag wird eine Tageskarte für Erwachsene dann jeweils fünf statt vier Euro kosten. Kinder und Jugendliche zahlen künftig drei statt bislang 2,60 Euro, Kinder bis drei Jahre weiterhin nichts. Auf Wunsch des Werkausschusses – der am Mittwoch über das Thema beriet – bleibt auch die Ermäßigung für Hartz-IV-Empfänger und Schwerbehinderte bestehen. Werkleiter Fred Freyermuth hatte sie abschaffen wollen. „Damit wird zu viel Missbrauch betrieben“, sagte er. Im Jahresdurchschnitt seien zwölf Prozent aller verkauften Karten ermäßigte, an einigen Tagen sogar die Hälfte.

Donnerstags und freitags wird sich außer den Preisen auch deren Gestaltung ändern. Statt Tageskarten wird in 90-Minuten-Schritten abgerechnet – oder für so genannte ,geschlossene Animationen’. Für 90 Minuten freies Schwimmen, zu dem auch die Nutzung der offenen Angebote wie Aqua-Fitness gehört, zahlen Besucher 6,50 Euro (ermäßigt: drei Euro). Bislang kostete der Eintritt donnerstags und freitags jeweils fünf Euro, galt für den kompletten Tag und die Teilnahme an allen Angeboten. Die Teilnahme an den „geschlossenen Animationen“, die morgens und abends angeboten werden, kostet fünf Euro beziehungsweise 6,50 Euro. Zehnerkarten fallen künftig weg. „Das ist mit dem neuen System nicht darstellbar“, so Freyermuth.

Offiziell sollen die Preisänderungen – sofern die Stadtvertreter zustimmen – am 1. Januar in Kraft treten. Doch letztlich hänge der Start davon ab, wann die neuen Kassenautomaten betriebsbereit seien, sagte Freyermuth. Um festzustellen, wie lange die Besucher sich im Bad aufhalten, werden sie ihre Karte beim Betreten lösen und vor dem Verlassen des Bades an einem zweiten Automaten zahlen. „Wie im Parkhaus“, so der Werkleiter.

Ob und um wie viel die Umsatzerlöse durch die Erhöhung steigen werden, wisse er nicht, sagte Freyermuth. „Das ist auch gar nicht unser Hauptziel.“ Das sei gewesen, die Halle besser auszulasten – was durch die Vereinbarungen mit den Vereinen und Schulen auch gelungen sei. Nicht erreicht worden sei dagegen das Ziel, das Bad wegen der Personalkosten an einem Tag komplett zu schließen. „Dafür ist jetzt am Montag nur vormittags geöffnet.“

Vieles soll sich also im nächsten Jahr ändern, aber eines wird bleiben: die Wassertemperatur von 32 Grad. „Wir hatten sie mal probehalber um ein halbes bis ein Grad gesenkt und daraufhin viele böse Anrufe bekommen“, sagte Freyermuth auf die Frage von Dietmar Nissen (FWB), ob sich dadurch nicht viel Energie sparen lasse. Es sei „ein Spagat“, so der Werkleiter: „Die Vereine wollen es lieber kühl, aber dann bleiben die anderen Gäste weg.“ Und die Temperatur ständig hoch- und runterzufahren, sei „völlig unwirtschaftlich“.

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erstellt am 23.Sep.2016 | 16:00 Uhr

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