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Barmstedter Zeitung

05. Dezember 2016 | 05:32 Uhr

Umzug in Baemstedt : Führungswechsel bei der Heilsarmee

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Rachael und Eric Olson werden ab August in Gelsenkirchen arbeiten. Kirsten Brause übernimmt die Leitung in Barmstedt.

Barmstedt | Sie sind die Gesichter der Heilsarmee in Barmstedt: Rachael und Eric Olson. Seit sieben Jahren leitet das aus Kanada stammende Ehepaar die hiesige Gemeinde. Jetzt ziehen sie fort: ins Ruhrgebiet. „Wir wurden dorthin versetzt, weil dort zwei Gemeinden neue Leitungen brauchen“, erklärt Eric Olson. Ab Mitte August werden seine Frau und er für die Heilsarmee in Gelsenkirchen und Essen zuständig sein.

„Es wird mir schwerfallen, die Aufgaben hier abzugeben, aber ich freue mich auch auf die neuen“, sagt Rachael Olson. Nach sieben Jahren im ländlichen Barmstedt werde es eine große Umstellung sein. „Hier wohnen wir getrennt von unserem Arbeitsort, dort werden wir eine Dienstwohnung über dem Gemeindesaal haben“, sagt sie. Ihrem Ehemann bereitet eher der Verkehr im Ruhrgebiet Sorgen. „Von Gelsenkirchen bis Essen sind es nur 13 Kilometer. Aber die werden wir vermutlich oft im Stau verbringen – wie, wenn man von Hemdingen nach Barmstedt hinter einem Trecker herfährt“, sagt er augenzwinkernd. Für die beiden sieben und elf Jahre alten Töchter bedeutet der Umzug ihrer Eltern, die Schule zu wechseln. „Die Schulen liegen in Sichtweite der Wohnung“, sagt Rachael Olson schmunzelnd.

Nachfolgerin des Ehepaars wird Kirsten Brause. Die heute 49-Jährige lernte die Heilsarmee vor elf Jahren über einen Ein-Euro-Job kennen. „Ich hatte etwas gesucht, wo ich meine Fähigkeiten einbringen konnte, und bin bei der Liste vom Arbeitsamt über die Heilsarmee gestolpert“, erzählt sie. Dort fing sie im Büro an, das damals noch in Lutzhorn beheimatet war. Als Rachael und Eric Olson 2009 die Leitung übernahmen, verlegten sie das Büro nach Barmstedt, über den dortigen Gemeindesaal. „Und meine Tätigkeiten verlagerten sich nach und nach nach unten, bis ich eines Tages auch Predigten gehalten habe, wenn die beiden verhindert waren“, sagt Brause.

Es sind nicht alle Ideen zumzusetzen

Hauptberuflich ist die gebürtige Hamburgerin, die 1995 nach Elmshorn und 2010 nach Barmstedt zog, als Coach im Personalbereich tätig und leitet Computer-AGs an Schulen und der Nordakademie. Die Arbeit in der Heilsarmee wird sie zunächst ehrenamtlich ausüben. Daher werde das Angebot vermutlich etwas eingeschränkt, kündigt sie an. „Das ist schade, und ich hätte auch noch mehr Ideen, aber allein ist das einfach nicht zu schaffen.“ Für die Vorbereitung und Durchführung der wöchentlichen Gottesdienste, Andachten, Frühstückstreffen und Senioren-Nachmittage gebe es zwar insgesamt etwa ein Dutzend Helfer, „aber es fehlt die Regelmäßigkeit“. Daher seien weitere Freiwillige „sehr gern gesehen“. Auch die Kleiderkammer werde bis auf weiteres nur noch eingeschränkt öffnen, so Brause.

Ihr größtes Hobby sei die Heilsarmee, sagt die quirlige Mutter eines 25- und einer 16-Jährigen. Ansonsten lese sie sehr gern, genieße ihren Garten, pflege ihren Bekanntenkreis und sei „neugierig auf neues Wissen“. Und – nicht zu vergessen – sie dekoriere und heimwerke gern. „Die Bohrmaschine liegt immer griffbereit.“

Offiziell vorgestellt wird Brause der Gemeinde und interessierten Gästen am kommenden Sonntag, 17. Juli, während des Abschiedsgottesdienstes für Rachael und Eric Olson. Er findet in der Feldstraße 43 statt und beginnt um 10.30 Uhr. Anschließend sind die Besucher zum Imbiss eingeladen. „Da sollen sich alle noch einmal von Rachael und Eric verabschieden können“, sagt Brause. Es werde „ein großer Verlust sein. Die beiden gehören einfach zu Barmstedt.“

Die Kleiderkammer in den Räumen der Heilsarmee, Feldstraße 43, wird bis auf weiteres nur noch nach Absprache geöffnet sein. Wer Kleidung spenden möchte, kann sich unter der Rufnummer 04123-3323 im Büro der Heilsarmee melden. Für die Ausgabe sollten sich Flüchtlinge im Integrationszentrum „Leuchtturm“, Reichenstraße 6, melden. Wer die Heilsarmee als Helfer oder finanziell unterstützen möchte, kann sich ebenfalls im Büro melden. Nähere Informationen im Internet.
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erstellt am 12.Jul.2016 | 16:00 Uhr

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