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Barmstedter Zeitung

05. Dezember 2016 | 01:37 Uhr

Integrationszentrum Barmstedt : Flüchtlinge: Es werden weitere Betreuer gesucht

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Das Willkommens-Team braucht Helfer für die Fahrradwerkstatt und die Bereiche Internet/Handy.

Barmstedt | Am Sonntagnachmittag hatte das Team des Barmstedter Integrationszentrums „Leuchtturm“ zum Tag der offenen Tür eingeladen. Die Besucher informierten sich über die Arbeit der ehrenamtlichen Flüchtlingshelfer und Flüchtlinge kamen vorbei, um einfach nur mal „Hallo“ zu sagen. „Der Kontakt zu uns ist für viele Flüchtlinge sehr wichtig“, sagte Andrea Heinze, die die Einrichtung als offizielle Flüchtlingsbetreuerin der Caritas seit zwei Wochen hauptamtlich leitet. Sie ist Nachfolgerin von Christiane Restle, die auf eine Stelle in ihrer Heimatstadt Kiel wechselte.

Der „Leuchtturm“ dient für die in Barmstedt lebenden Migranten als erste Anlaufstelle. Sie erhalten dort Unterstützung in allen Lebenslagen. Die 50 ehrenamtlichen Betreuer begleiten sie zu den Ämtern, helfen ihnen bei der Wohnungssuche, suchen die richtigen Sprachkurse heraus und informieren über Freizeitangebote. „Fußball, Basketball und alle anderen Sportangebote werden sehr gut angenommen. Schwimmkurse sind besonders wichtig, da in der Regel kein Geflüchteter schwimmen kann“, sagte Thomas Kahlert. Viele seien erstmals mit Wasser in Berührung gekommen, als sie in einem Boot über das Mittelmeer flüchteten.

Das Integrationszentrum sucht dringend Ehrenamtliche, die den Flüchtlingen in der Fahrradwerkstatt bei Reparaturen behilflich sind. Zurzeit übernimmt Uwe Nebel diese Aufgabe allein. Ein großes Thema sind zudem das Internet und Handyverträge. Hier werden ebenfalls Helfer gesucht, die sich gut auskennen und beratend zur Seite stehen können. „Das wäre praktisch, wenn wir da jemand hätten, der uns unterstützt“, sagte Kahlert.

„Die Kinder lernen unglaublich schnell“

270 Flüchtlinge gilt es derzeit in Barmstedt und Umland zur Selbsthilfe anzuleiten. „Wir wollen nicht, dass die Flüchtlinge von uns abhängig werden. Wir sehen uns als ein Stück Begleitung zur Selbsthilfe“, so Marina Quoirin-Nebel, die zum Organisationsteam gehört. Viele Flüchtlinge seien selbst sehr aktiv und unterstützten ihre Landsleute – wie Azizullah Jamshedi, der im Integrationszentrum kocht, kellnert und abwäscht. Auch beim THW Barmstedt hilft er mit.

Am wichtigsten für die Flüchtlinge ist es, die deutsche Sprache zu erlernen. Sie zu können, ist ausschlaggebend, um einen Arbeitsplatz zu bekommen. „Die Kinder lernen mit einer unglaublichen Geschwindigkeit. Den Älteren fällt es dagegen schwerer, und man braucht viel Geduld“, sagte Friederike Schmidt, die das Sprachkursteam leitet. Wer das Zentrum für Integration unterstützen möchte, kann sich unter der Telefonnummer 04123-9369644 melden oder einfach zu einem Kaffee in den „Leuchtturm“, Reichenstraße 6, kommen.

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erstellt am 18.Okt.2016 | 14:15 Uhr

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