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Barmstedter Zeitung

03. Dezember 2016 | 18:38 Uhr

„Feuer“-Alarm in der Waldstraße

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Übung Barmstedter Feuerwehr probt mit 30 Einsatzkräften und fünf Fahrzeugen den Ernstfall mit Löschwasser vom Rantzauer See

Gegen 20 Uhr bemerkten am Montag einige Spaziergänger an der Barmstedter Waldstraße Rauchschwaden, die aus dem noch nicht fertiggestellten Anbau der dortigen „Wohngemeinschaft am See“ drangen. Eine Radfahrerin fragte besorgt, ob denn jemand benachrichtigt worden sei. „Ja, die Feuerwehr“, erwiderte Mike Steinhauer, Geschäftsführer der M.  H.  P. Mobile häusliche Pflege GmbH, ruhig, der vor dem Haus völlig entspannt auf die Brandbekämpfer wartete.

Aber das konnte er auch, denn er wusste, dass es sich nicht um ein reales Feuer handelte. Er selbst hatte wenige Minuten zuvor die Nebelmaschine in Gang gesetzt, die diesen „Rauch“ simulierte. Der Zweck: An der Einrichtung „Wohngemeinschaft am See“ sollte für die Barmstedter Feuerwehr die nächste Übung stattfinden.

20.04 Uhr war es dann soweit die ersten Einsatzfahrzeuge trafen ein – darunter die große Drehleiter, die zwischen dem „brennenden Gebäude“ und dem Durchgang zum Rantzauer See postiert wurde. Insgesamt kamen fünf Fahrzeuge zum Einsatzort. Das Szenario war schnell geklärt. „Starke Rauchentwicklung im Neubau, in dem sich noch zwei Personen befinden“, erklärte Brandmeister Arne Denker, der an diesem Abend den Einsatz leitete. Im Klartext: Die Feuerwehrleute mussten mit schwerem Atemschutz in das Gebäude eindringen, die Personen schnell finden und aus der Gefahr bergen. Um dem Feuer Einhalt zu gebieten, wurde von der Drehleiter aus die Brandstelle mit Wasser bekämpft. Allerdings fand dies eher symbolisch statt, denn der Wasserstrahl wurde in Richtung der Bäume am Rantzauer See gerichtet.

„Wir wollen nicht unnötig den noch nicht fertiggestellten Anbau des Hauses belasten“, erklärte Denker, der insgesamt 30 Einsatzkräfte zu koordinieren hatte. Die Übung war nach 50 Minuten beendet und offensichtlich zufriedenstellend verlaufen. „Mit einer Pumpe gab es Probleme, was zu einer Verzögerung führte. Ansonsten lief alles zu unser Zufriedenheit“, so Denker, dem es auch wichtig war, dass die unterschiedlichen Gruppen bei diesem „Einsatz“ jeweils andere Aufgabenfelder und Geräte zu bedienen hatten als bei vorherigen Übungen.

„Es ist sehr wichtig, dass unsere Leute mit allen Dingen praktisch in Berührung kommen. Nur so kann gewährleistet werden, dass sie im Ernstfall überall einsetzbar sind und dann auch über die entsprechenden praktischen Kenntnisse verfügen“, so der Brandmeister weiter. Zufrieden zeigte sich vor Ort auch der Barmstedter Wehrführer Uwe Schinkel, der aus terminlichen Gründen verhindert war, die Übung zu leiten, aber später als Beobachter noch dazustieß.

„Das sieht alles soweit sehr gut aus“, betonte er kurz vor Ende der Aktion. Und wenn es irgendwo gehakt habe, werde im Anschluss darüber gesprochen, wie es für die Zukunft zu optimieren sei. „Dafür sind die Übungen ja schließlich da“, so Schinkel.

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erstellt am 02.Aug.2016 | 13:32 Uhr

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