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Barmstedter Zeitung

08. Dezember 2016 | 07:05 Uhr

Westerhorn : Erste Bahnhofs-Entwürfe vorgestellt

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Ein Westerhorner Geschäftsmann zeigt erste Pläne für das vom Abriss bedrohtes Gebäude. Unterstützung von Ole Schröder.

Westerhorn | Ein Fahrradladen und ein Friseursalon in Westerhorn: So stellt sich Kay Sierk die Zukunft des Bahnhofs Dauenhof vor. Während eines Pressetermins mit dem Kreis Pinneberger Bundestagsabgeordneten Ole Schröder (CDU) hat der Westerhorner Gemeindevertreter und Geschäftsmann gestern erste Gestaltungskonzepte für das neue Dorfzentrum gezeigt. An der angrenzenden Gaststätte wird bereits gearbeitet. Dort sollen in den kommenden zwei Jahren ein Grünes Warenhaus, Büros und ein Café entstehen. Zudem werde das Haus restauriert. Auch den angrenzenden Bahnhof würde Sierk gern übernehmen und dort das Fahrradgeschäft und den Friseursalon unterbringen. Unterstützung bekommt er dabei von Schröder.

In einem Brief an die Deutsche Bahn, der das Gebäude gehört, hat sich der CDU-Bundestagsabgeordnete gegen den drohenden Abriss gestemmt. Dieser sei für ihn unverständlich, da es mit einem mittelständischen Unternehmer aus dem Ort einen adäquaten Kaufinteressenten für das Gebäude gebe, schreibt Schröder darin. Die Bahn habe zwar den Verkauf des Gebäudes mit dem Hinweis auf die zu geringen Abstände zum Gleis abgelehnt. „Da der Investor allerdings bereit ist, hier rückzubauen, sehe ich keine Hemmnisse für einen Verkauf“, schreibt Schröder. Dem historischen Zentrum der Gemeinde würde so die Möglichkeit einer attraktiven Entwicklung gegeben. Während des Pressetermins ergänzte er, dass es bei der Bahn offenbar auch um die Frage gehe, ob ein drittes Gleis auf der Strecke zwischen Elmshorn und Neumünster gebaut werden solle. „Wenn man das nicht braucht, spricht nichts dagegen“, so Schröder. Eine Antwort auf seine Stellungnahme habe er von der Bahn aber noch nicht erhalten.

So könnte das neu gestaltete Areal am Bahnhof in Westerhorn künftig aussehen.
So könnte das neu gestaltete Areal am Bahnhof in Westerhorn künftig aussehen. Foto: bz
 

Kunden-Potenzial für das Fahrradgeschäft und den Friseursalon sieht Sierk bei 4500 Einwohnern im Amtsbezirk Hörnerkirchen auf jeden Fall. „Früher haben wir hier einen Friseur gehabt“, berichtete auch Harry Unger (CDU), Vorsitzender des Westerhorner Planungsausschusses. Mittlerweile gebe es nur noch einen mobilen Friseur, der von Haus zu Haus fahre.

Eine Investitionssumme habe er noch nicht, so Sierk weiter. Die Aufmerksamkeit gelte zuerst der angrenzende Gaststätte und den dortigen Bauarbeiten. Ziel sei es, das Warenhaus im großen Saal der Gaststätte bis 2018 fertig zu haben. Der Zeitrahmen für die Renovierung der Gaststätte sowohl innen als auch außen betrage drei bis vier Jahre. Für den Bahnhof gebe es noch keinen konkreten Zeitplan. Das ganze Areal soll – möglichst einschließlich des Bahnhofs – neu gepflastert werden

Neuigkeiten von der Bahn habe es bislang nicht gegeben, so Sierk weiter. „Ich hoffe, es kommt zu einem Treffen mit einem Vertreter der Bahn, der Politik, der Gemeinde und mir, an einem Runden Tisch“, so der Westerhorner. „Ich habe einfach Lust auf das Projekt.“

Der Westerhorner Verkehrsausschuss unterstützt Kay Sierk bei seinen Plänen, den Bahnhof in der Gemeinde in das Konzept eines neuen Dorfzentrums einzubinden. Das Gremium hatte sich in der vergangenen Woche einstimmig dafür ausgesprochen, die Pläne Sierks gegenüber der Bahn zu unterstützen. Gleichzeitig unterstrich man, dass sich die Gemeinde nicht an möglicherweise anfallenden Kosten beteiligen werde. Auch der freie Journalist Reinhard Jung, der in Westerhorn aufwuchs und die „Geschichte Dauenhofs“ veröffentlichte, engagiert sich für den Erhalt des Gebäudes. Und auch Bau- und Kunsthistoriker Holger Reimers aus Hohenfelde bezeichnet das Haus als „hochgradig erhaltungswürdig“. Für ihn und Sierk wäre es wichtig, dass Vertreter der Bahn vorbeikommen und sich auf ein Gespräch einlassen würden, unterstrich Reimers während des Pressetermins.
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erstellt am 14.Jul.2016 | 12:15 Uhr

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