zur Navigation springen

Barmstedter Zeitung

07. Dezember 2016 | 13:30 Uhr

Simulation : Erfolgreiche Digitalfunk-Premiere in Barmstedt

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Die neue Technik kommt bei einer Übung im Rathaus erstmals zum Einsatz. Drei Wehren retten verletzte Personen aus Gebäude.

Barmstedt | Es ist ein dramatisches Szenario: Das Barmstedter Rathaus ist stark verraucht. Überall im Gebäude befinden sich noch Personen, einige von ihnen sind verletzt. Die Feuerwehr rückt mit einem Großaufgebot an: Drei Wehren sind im Einsatz, um die vermissten Personen zu retten, eine Verletztensammelstelle aufzubauen und einen Löschangriff zu starten. Während einer groß angelegten Übung haben die Feuerwehren aus Barmstedt, Groß Offenseth-Aspern und Lutzhorn diesen Ablauf am Montagabend geprobt. Vor den Augen neugieriger Zuschauer führten die Brandbekämpfer ihr Können vor. Mitglieder der Jugendwehr spielten die Verletzten.

Die Besonderheit des Abends war für die Zuschauer nicht direkt sichtbar: Auf der Führungsebene sei während der Übung zum ersten Mal der Digitalfunk zum Einsatz gekommen, berichtete Peter Huckfeldt, der den gesamten Einsatz leitete. Die übrigen Geräte seien schon ausgeliefert, aber noch nicht verbaut. Mit der Digitalfunk-Premiere war er zufrieden: „Nach anfänglichen Schwierigkeiten hat das gut geklappt“, sagte er.

Während des Einsatzes hatten die 63 Einsatzkräfte der drei Wehren unterschiedliche Aufgaben: Die Barmstedter Wehr mit Unterabschnittsleiter Hans-Otto Fröde hatte sich sowohl vor dem Rathaus als auch – mit der Drehleiter – hinter dem Rathaus aufgestellt, um unter anderem eine verletzte Person, die nur im Liegen transportiert werden konnte, aus dem dritten Stock zu retten. Außerdem baute die Wehr einen Löschangriff auf. Die Lutzhorner Wehr mit Unterabschnittsleiter Olaf Korinth schickte unter anderem zwei Atemschutztrupps in den ersten Stock, um dort vermisste Personen zu suchen und sie vom Dach aus per Leiter in Sicherheit zu bringen.

Die Lutzhorner Wehr und die Drehleiter Barmstedts hatten hinter dem Rathaus Stellung bezogen.
Die Lutzhorner Wehr und die Drehleiter Barmstedts hatten hinter dem Rathaus Stellung bezogen. Foto: Uthoff
 

Die Offensether Wehr mit Unterabschnittsleiter Sven Schwarz suchte das Erdgeschoss ab und baute zudem eine Verletztensammeltstelle auf dem Rathaus-Parkplatz auf. „Das hat alles gut geklappt“, so Huckfeldts Fazit. „Es wichtig, dass wir zusammen üben“, fügte er hinzu. Das unterstrich der Einsatzleiter auch während der abschließenden Besprechung der Einsatzkräfte. Bei größeren Feuern in Barmstedt würden zuerst Bokholt-Hanredder, dann Lutzhorn und als viertes Groß Offenseth-Aspern nachalarmiert werden.

Auf dem Weg ins Rathaus: Die Atemschutzgeräteträger machen sich bereit.
Auf dem Weg ins Rathaus: Die Atemschutzgeräteträger machen sich bereit. Foto: Uthoff
 

Auch Bürgermeisterin Heike Döpke war unter den Zuschauern. „Für mich war es sehr interessant, ich habe jede Menge gelernt“, sagte sie. Barmstedts Wehrführer Uwe Schinkel bedankte sich zudem dafür, dass die drei Wehren am Rathaus über durften. Der Dank der Wehren und der Bürgermeisterin galt außerdem den Mitarbeitern des Seniorenheims am Rantzauer See, die für die Verpflegung gesorgt hatten.

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 28.Sep.2016 | 12:15 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen