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Barmstedter Zeitung

23. März 2017 | 21:05 Uhr

Marga Trede Bokel : Ende einer Landfrauen-Ära

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Marga Trede aus Bokel war seit 2009 Präsidentin auf Landesebene. Nun tritt sie zurück.

Heute geht im Kieler Schloss eine Ära zu Ende. Nach acht Jahren tritt Marga Trede als Chefin der Landes-Landfrauen zurück. „Ich bin ein bisschen aufgeregt, aber nicht mehr als vor jedem anderen Landfrauentag“, sagt die 60-Jährige aus Bokel. Sie war einst angetreten, um das Image der Landfrauen zu verbessern und leitete eine Modernisierung ein, die sich unter anderem in den modernen sozialen Netzwerken wie Facebook festmachen lässt. Bereits im November 2015 gab sie bekannt, dass sie 2017 nicht mehr kandidieren werde. Im September 2016 wurde ihr der Verdienstorden des Landes Schleswig-Holstein als höchste Auszeichnung des Landes verliehen.

Trede ist seit 2009 Präsidentin des Landfrauenverbands Schleswig-Holstein und seit 2008 Trägerin des Bundesverdienstkreuzes am Bande. Schon seit Jahrzehnten ist sie für die Landfrauen aktiv: „Ich habe als Vorsitzende des Ortsvereins Hörnerkirchen angefangen, war dann als Kreisvorsitzende, danach Vizepräsidentin des Landesverbands und ab 2009 dessen Präsidentin. Ich habe die Zeit als aktive Landfrau sehr genossen und zusammen mit unseren Mitgliedern viel bewegen können. 30 Jahre bin ich nun dabei – aus meiner Sicht ein guter Anlass aufzuhören und gemeinsam mit meinem Mann den Ruhestand zu genießen.“

Landfrauenarbeit bestehe immer aus „Geben und Nehmen“, hat Trede einmal in einem Gespräch mit unserer Zeitung gesagt. Zu ihren persönlichen Zielen gehörten „die Gleichstellung von Frauen und Männern in allen Bereichen der Gesellschaft, und dass Frauen in vollem Umfang an den Entscheidungsprozessen und am politischen Leben teilhaben“. Daneben müsse die Gesellschaft bestrebt sein, „die Rahmenbedingungen für Familien zu stabilisieren und zu verbessern“. Ziele, die sie mit Nachdruck und Charme verfolgte. Trede betonte immer die finanzielle Unabhängigkeit „ihres“ Landfrauenverbands. Mit der Politik wollte sie auf Augenhöhe sprechen.

Tredes Leidenschaft ist die Heimatgeschichte, der sie als Präsidentin des Archivkreises Molfsee nachspüren konnte. Für die Zukunft der Landfrauen liegt ihr die Stabilisierung der Mitgliederzahlen am Herzen. „Wir brauchen eine gesunde Mischung von Jung und Alt“. Trede will weiter dazugehören: „Als einfaches Mitglied werde ich weiter gern in meinem Ortsverband dabei sein.“ In einem Bauernblatt-Interview sagte sie mit dem ihr eigenen Witz über ihre neue Rolle als „Hausfrau“: „Ich glaube, mein Mann ist ganz froh, wenn ich wieder mehr Gartenarbeit übernehme und auch das Staubsaugen.“

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