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Kulturschusterei : Eine Lesung weckt Erinnerungen

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Eine Schauspielerin und ein Musiker widmeten sich humorvoll einem brisanten Thema. Am kommenden Sonnabend tritt einer der Künstler erneut in der Kulturschusterei auf.

Barmstedt | Kinder sind Tyrannen. Sie widersprechen ihren Eltern, kleckern mit dem Essen und ärgern ihre Lehrer. Diese Behauptungen stammen allerdings nicht aus unserer Zeit, sondern von Sokrates, wie die Besucher der musikalischen Lesung „Wohlerzogen!“ in der Barmstedter Kulturschusterei erfuhren. Die Schauspielerin Nicole Wellbrock und der Musiker Stefan Waldow widmeten sich dem Thema Kindererziehung auf humorvolle Weise dem Thema Kindererziehung. Sie begannen mit dem brisanten Thema Neue Medien und erzählten von Jugendlichen, die „pflanzenartig herumlungern“ und nicht in der Lage seien, auch nur ein Ei zu kochen, und von Kleinkindern, die ihre Umwelt mit 1000 Fragen löchern.

Die Geschichten des Duos sorgten im Publikum für viele Lacher – und Erinnerungen. „Mein Sohn Tom wurde einmal als Dreijähriger von der belgischen Taubenzeitung gefragt, ob er zusammen mit seinem Vater in die Zeitung möchte. Daraufhin fragte er: Aber wie komme ich da wieder raus?“, erzählte etwa Roswitha Hüning aus Kelllinghusen lachend. Um die Geschichten abzurunden, hatten Waldow und Wellbrock passende Lieder im Gepäck, wie „Du hast mir schon Fragen gestellt“ von Reinhard Mey und „Junge“ von den Ärzten. Auch Eigenkompositionen von Waldow, der alle Lieder am Piano begleitete, waren dabei.

„Die Mischung aus Lesung und Musik finde ich sehr schön“, sagte der Barmstedter Andreas Riebesell, und Karin von Drahten aus Bevern stellte fest: „Es ist so viel Wahres dabei.“

Bereits am kommenden Sonnabend wird Stefan Waldow wieder in der Kulturschusterei auf der Bühne stehen (siehe Info-Kasten).

Der Hamburger Singer-Songwriter kommt mit seiner Band und wird ein Crossover aus Pop, Jazz und Chanson präsentieren. „Musik ist für mich das Wichtigste“, sagt der Musiker, der zur Schulzeit seine erste Band gründete. „Wir nannten uns ,Nett Eliot’ - rückwärts gelesen Toiletten.“ Der Bandname sei während der 90er Jahre entstanden, als der Hamburger Verein „Musizierende Toiletten“ Kultur unterstützte und WC-Häuser in Hamburg zu Proberäumen umgebaut wurden. Später absolvierte Waldow eine Gesangsausbildung, komponierte Kindermusicals und arbeitete zehn Jahre lang als Gesangspädagoge und Chorleiter. Vor fünf Jahren gründete er seine jetzige Band. Zurzeit nimmt er mit Christian Glauß (Bass) und Kai Ortmann (Schlagzeug) ein neues Album auf. Waldow, Preisträger beim John-Lennon-Talent-Avard, singt von heimlichem Sex hinterm Vatikan, Sonne in Soho und kapitulierenden Kavallerien. Er vertont zudem Geschichten, die sein Leben so schreibt. Geschichten mit Tiefgang und Humor.

Bei seinem Konzert am Sonnabend, 11. März, bringt Stefan Waldow facettenreiche Kompositionen, eingängige Melodien und groovige Arrangements  auf die Bühne der Kulturschusterei. Der Abend beginnt um 20 Uhr. Karten gibt es im Vorverkauf für 10 Euro bei „Conny´s“, Reichenstraße 12 in Barmstedt, Telefon (04123) 7121, und in Elmshorn bei „Die Weintafel“, Bauerweg 43, Telefon (04121) 268841, sowie online. An der Abendkasse kostet das Ticket 13 Euro.
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