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Barmstedter Zeitung

10. Dezember 2016 | 11:58 Uhr

Ein Wellenbrecher fürs Hallenbad

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

KunstspendeReimer Thode stiftet den Stadtwerken zwei Skulpturen / Bronzerelief war für die Außenwand zu schwer

Seit Kurzem werden Kunstliebhaber in Barmstedt nicht nur auf der Schlossinsel, sondern auch vor dem Barmstedter Hallenbad fündig: Den Rasen vor dem Eingang zieren erstmals zwei Skulpturen. Der Elmshorner Künstler Reimer Thode hat den Stadtwerken die Objekte „Leuchtturm“ und „Wellenbrecher“ gespendet. Im Zuge des Projekts „Kunst am Schwimmbad“ habe der pensionierte Oberstudienrat seine Werke – die einen Gesamtwert von 9000 Euro haben – kostenlos zur Verfügung gestellt, teilte Stadtwerke-Sprecherin Irina Hesselink mit.

Zunächst sei geplant gewesen, das Relief mit Teilen aus Labrador-Granit direkt an der neuen Außenhaut des Schwimmbads zu befestigen, so Hesselink. Doch mit einem Gewicht von rund 80 Kilogramm habe sich die Skulptur als zu schwer erwiesen – woraufhin Thode und Stadtwerkeleiter Fred Freyermuth spontan umdisponierten: Sie beschlossen, den „Wellenbrecher“ an einer Granitplatte zu befestigen. Das Gießen des Fundaments und den Transport der Skulpturen von Elmshorn nach Barmstedt übernahmen die Stadtwerke.

„Wir freuen uns sehr über die großzügige Spende von Herrn Thode, der mit den Themen Leuchtturm und Wellenbrecher einen perfekten Bezug zum Element Wasser und unserer Badewonne geschaffen hat“, so Freyermuth. „Die Wellenanlage ist schließlich eine der Hauptattraktionen unseres Schwimmbads, an dem nun sogar ein eigenes Leuchtfeuer steht – wenn auch nur ein symbolisches.“ Kunst und Kultur würden einen wichtigen Beitrag zu der besonderen Lebensqualität in dem staatlich anerkannten Erholungsort Barmstedt leisten, so Freyermuth.

„Die Spaziergänger am Rantzauer See und die Besucher der ,Badewonne’ können sich mit den Werken von Reimer Thode ganz zwanglos der Bildhauerei nähern“, so Hesselink. Zwischen dem 1,63 Meter hohen „Leuchtturm“ und dem 1,1 Meter mal 0,6 Meter großen „Wellenbrecher“ habe Thode zudem einen optischen Zusammenhang hergestellt, indem er bei beiden Skulpturen bläulichen Granit verwendete.

Außer in Barmstedt ist Thode mit seinen Skulpturen unter anderem im Steindammpark in Elmshorn, am Roten Pavillon auf dem Gelände der Regio-Kliniken in Elmshorn und vor dem Gemeindezentrum in Klein Nordende vertreten. „Es sind alles wertvolle Kunstwerke, die er der Stadt beziehungsweise der Gemeinde gestiftet hat“, so Hesselink. Der Künstler selbst macht nicht viel Aufhebens um seine Arbeit. „Ehrlich gesagt, scheue ich die Öffentlichkeit“, sagt er. Auch Auskunft über seine Gedanken bei der Entstehung seiner Werke gibt er eher selten: „Bei abstrakter Kunst soll es dem Betrachter überlassen sein, sich mit den Kunstwerken auseinanderzusetzen“, meint Thode. Für die Schaffung des „Wellenbrechers“ und des „Leuchtturms“ hätten ihn aber unter anderem seine Urlaube am Meer inspiriert, verrät er.

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erstellt am 01.Nov.2016 | 16:01 Uhr

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