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Barmstedter Zeitung

02. Dezember 2016 | 21:17 Uhr

Erfolg für die Pfadfinder : Ein neues Heim ist in Sicht

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Die jahrelange Suche nach einem Grundstück ist beendet. Neben der Rettungswache soll gebaut werden.

Barmstedt | Bald wird die „Heimatlosigkeit“ vorbei sein: Barmstedts Pfadfinder sollen wieder ein eigenes Zuhause bekommen. Es wird auf dem Areal westlich der Rettungswache An der Bahn entstehen. „Die Stadt will uns das Grundstück für zunächst 40 Jahre zur Erbpacht überlassen“, sagte Sebastian Kratzert, Vorsitzender des Pfadfinder-Fördervereins. Geplant sei, auf dem Areal ein Satteldachhaus mit etwa 50 Quadratmetern Grundfläche zu bauen.

Zurzeit sind bei den Barmstedter Pfadfindern 20 Mitglieder in zwei Sippen aktiv. Wer sich für die Aktivitäten der Gruppe oder die Arbeit des Fördervereins interessiert, findet im Internet nähere Informationen. 

Der Neubau werde etwa 55.000 Euro kosten, schätzt Kratzert. „Wir gucken jetzt, wie wir das finanzieren können.“ Der Verein habe „ein bisschen Eigenkapital, und wir wollen viel in Eigenarbeit machen“. Darüber hinaus hätten mehrere Handwerksbetriebe Hilfe angeboten. Bevor der Bau starten kann, müsse die Fläche noch von Bewuchs und Altlasten befreit werden, so Kratzert. „Wir sind gerade mit der Stadt im Gespräch, wer die Kosten dafür und für die Erschließung übernimmt.“ Zudem steht laut Stadtsprecher Wolfgang Heins noch nicht genau fest, welche Größe das Grundstück haben wird. Grundsätzlich stünden die Politiker dem Vorhaben aber „absolut wohlwollend“ gegenüber. Bevor sie endgültig entscheiden, sollen die Pfadfinder aber noch einmal ihr Finanzierungskonzept vorstellen, sagte Heins.

Als Grundlage für den Neubau dienen den Pfadfindern Pläne, die für ein Heim am Heederbrook entwickelt wurden. Wie berichtet, hatten die Pfadfinder zuerst dort ein Grundstück ins Auge gefasst. Doch das Vorhaben scheiterte unter anderem daran, dass auf dem Gelände einmal im Jahr das Ede-Menzler-Turnier ausgetragen wird. „Auf den Planungen werden wir aber aufbauen, dann waren sie zumindest nicht ganz umsonst“, sagte Kratzert. Das neue Heim solle eine „Begegnungsstätte für alle unsere Gruppen werden“. Wann es bezogen werden kann, sei noch unklar. „Wir hoffen erstmal, dass wir im nächsten Frühjahr mit den ersten Arbeiten loslegen können“. Wie das neue Heim heißen wird, steht auch noch nicht fest. „Wir suchen noch nach einem Namen“, sagte Kratzert. „Storchennest“ werde das Haus jedenfalls nicht heißen. „Der Name ist zu sehr mit unserem früheren Heim verbunden.“

Die Barmstedter Pfadfinder wird 1990 gegründet. 1992 gibt sich der Stamm den Namen „Weiße Rose“. 1996 ziehen die Gruppen ins „Storchennest“, einen ehemaligen Kreissaal auf dem Gelände der Jugendbildungsstätte an der Düsterlohe, den sie selbst renovieren. 2010 müssen sie ausziehen, weil der Kreisjugendring den Platz benötigt. Übergangsweise ziehen sie in die alte Rettungswache an der Feldstraße, doch seit deren Abriss im vergangenen Jahr haben sie keine feste Bleibe mehr.
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erstellt am 02.Sep.2016 | 12:30 Uhr

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