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Barmstedter Zeitung

09. Dezember 2016 | 08:53 Uhr

COMEDY in Barmstedt : Ein letzter Platz im Tantra-Workshop

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Vergnüglicher Abend mit Angelika Beier aus München mit ihrem Programm „Zwischen Sex und 60“ in der Kulturschusterei.

Barmstedt | „Ab einem gewissen Alter ist man Second Hand“, stellte Fanny, gespielt von der Kabarettistin Angelika Beier, am Sonntagabend in der Barmstedter Kulturschusterei fest. Mit ihrem Programm „Zwischen Sex und 60“ präsentierte die Künstlerin aus München ihr Solo-Theater-Comedy-Stück, in dem sie auch mehrere Lieder sang. Die Texte waren passend auf die Figuren zugeschnitten, in deren Rollen Angelika Beier schlüpfte und diese komödiantisch gestylt spielte. Sie bezog das Publikum mehrfach in ihre Performance mit ein und suchte sich als erstes einen Zuschauer als das „Opfer des Abends“. Ihre Wahl fiel auf den Barmstedter Michael Behrens, der gerne mitmachte.

„Einer muss ja immer das Opfer sein, und da es nur heute Abend ist, geht das ja noch“, schmunzelte Behrens, dem der Abend sehr gut gefallen hat. „Wofür brauchen wir Sex? Kinder? Zu spät - haben wir schon“, erzählte Fanny und ergatterte einen letzten Platz im Tantra-Workshop. Willi, Chris, Klaus und Bruno, alles abgelegte Männer aus Fannys Leben. „Ich suche mir im Altenheim einen uralten Mann und für den bin ich dann eine ganz junge Frau“, überlegte Fanny und verwandelte sich im nächsten Augenblick in die betagte Hippi-Tante Josefine, die die Gefahren des Nicht-Trinkens kannte, nämlich Durst. Als Jessi züchtete sie Körperfett und wurde so zum Secand Hand-Depot für Stars und als Nomadin lebte sie ihre innere Wildnis aus. „Ich habe sehr gelacht. Es ist immer wieder schön, was Matthias Grütz (Inhaber der Kulturschusterei) nach Barmstedt holt“, sagte Barmstedterin Birgit Hesse, und ihr Ehemann Karl-Wilhelm ergänzte: „Es ist sensationell, hier so große Gastspiele zu haben.“ Das sah auch Konrad Hoffmann so, der vor sieben Jahren von Berlin nach Barmstedt zog. „Ich finde die Frau gut, sie kann überzeugend in ihre Rollen schlüpfen“, sagte er.

Als Zugabe sang Angelika Beier: „Mir ist so fad“ und stellte anschließend fest, dass die Barmstedter ein tolles Publikum sind und überhaupt nicht fad. „Es hat mir sehr viel Spaß gemacht hier zu spielen“, so die Künstlerin, die während ihrer Tournee von Felicitas Wagner, die für die Technik verantwortlich ist, begleitet wird. Beier arbeitet bereits an ihrem vierten Soloprogramm. Mit „Durchboxen statt Botoxen“ kommt sie im März 2017 zurück auf die Bühne der Kulturschusterei.

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erstellt am 20.Sep.2016 | 16:15 Uhr

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