zur Navigation springen

Barmstedter Zeitung

11. Dezember 2016 | 07:15 Uhr

Hallenbad in Barmstedt : Die Schwimmer protestieren

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Die „Freitagsgruppe“ droht jetzt mit Abwanderung.

Barmstedt | Gegen die Pläne von Barmstedts Stadtwerkeleiter Fred Freyermuth, die Preise für das Hallenbad zu erhöhen und neu zu gestalten, regt sich heftiger Widerstand. In einem Schreiben an Bürgervorsteher Christian Kahns (FWB), das auch shz.de vorliegt, bittet die so genannte Freitagsgruppe die Stadtvertreter darum, die Pläne noch einmal zu überdenken und somit die Entscheidung des Werkausschusses, der ihnen zugestimmt hatte, zu revidieren.

Wie berichtet, soll das „freie Schwimmen mit Animationsangeboten“ künftig 6,50 Euro für 90 Minuten kosten. Bislang kostet eine Tageskarte fünf Euro; Zehner-Karten (45 Euro) soll es künftig nicht mehr geben. „Im Vergleich mit der von vielen Teilnehmern bisher häufig verwendeten Zehner-Karte von 4,50 Euro würde sich der Eintrittspreis damit um etwa 44 Prozent erhöhen“, heißt es in dem Schreiben, das 85 Mitglieder der „Freitagsgruppe“ unterzeichnet haben.

Weiter missfällt den Schwimmern das Zeitlimit von 90 Minuten. „Für die vielen Badegäste im Seniorenalter ist eine Teilnahme in so kurzer Zeit vom Eintritt bis zum Verlassen des Bades nicht mehr möglich“, schreiben sie. Durch ankommende und gehende Besucher würde es in den Sanitär- und Umkleideräumen „zu regelrechten Stress-Situationen“ kommen. Als „für die meisten sicher akzeptabel“ sieht die Gruppe einen Zeitrahmen von 120 Minuten an. Nach den akutellen Plänen würden dafür weitere 6,50 Euro fällig werden.

Die Animation am Freitagvormittag habe regelmäßig zwischen 35 und 50 Teilnehmer, schreibt die Gruppe. Viele von ihnen seien „treue Stammgäste und kämen schon seit vielen Jahren auch aus den Nachbargemeinden und weiter entfernten Orten wie Bönningstedt, Ellerau, Wedel, Schmalfeld und Itzehoe. Nachdem die Änderungspläne bekannt geworden seien, „haben sich zahlreiche Besucher dahingehend geäußert, dass eine weitere Teilnahme für sie dann aus den oben angeführten Gründen nicht mehr möglich ist“, schreibt die Gruppe. Viele hätten sich zudem über alternative Angebote in der Umgebung ihrer Wohnorte informiert.

Die Gruppe bittet die Stadtvertreter um eine Überprüfung der neuen Vorlage und hofft „auf eine für uns und weitere Besucher annehmbare Lösung“. Die Stadtvertreter tagen heute ab 19 Uhr in der Kommunalen Halle, Am Markt 1.

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 11.Okt.2016 | 12:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen