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Barmstedter Zeitung

22. Dezember 2014 | 16:32 Uhr

Bürgerentscheid Barmstedt : Die Lillsche Wiese bleibt, wie sie ist

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Klares Ergebnis: 68 Prozent der Wähler stimmen gegen den Kauf und eine weitere Bebauung der Fläche am Rantzauer See.

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Phänomenaler Erfolg für die Barmstedter Bürgerinitiative (BI) ,Rettet den Lillschen Hügel’: 68 Prozent der Wähler – 3689 von 5418, die abstimmten – haben ihr Anliegen unterstützt. „Damit ist eine Bebauung der Wiese und der Bau der langen Sohlgleite für die nächsten zwei Jahre vom Tisch“, sagte BI-Sprecher Franz-Josef Sitta gestern Abend in der kommunalen Halle, wo das Ergebnis ausgehängt wurde.

Er habe „gehofft, dass wir es  schaffen. Aber mit einem so großen Abstand hätte ich nicht gerechnet“, sagte Sitta. „Ich bin den Befürwortern sehr dankbar und erfreut über das klare Votum für eine vernünftige Lösung.“ Das Ergebnis zeige auch, „dass es zumindest auf lokaler Ebene sehr wertvoll ist, basisdemokratische Elemente im Wahlsystem zu haben“. Es sei „richtig, dass die Bürger es selbst in die Hand genommen haben, nachdem sie gesehen haben, dass die Stadtvertretung einen Fehler gemacht hat“.

Die Befürworter der langen Sohlgleite, die sich im Rathaus eingefunden hatten, nahmen das Ergebnis enttäuscht, aber gefasst auf. Mit einem so deutlichen Ergebnis habe er nicht gerechnet, sagte auch Bürgervorsteher Christian Kahns (FWB). Den Willen der Wähler müsse man akzeptieren, sagte FWB-Vorsitzender Peter Gottschalk. „Jetzt ist alles wieder offen, und wir könnten das Thema ,Fischaufstieg’ wieder von Null an in  den Ausschüssen diskutieren.“ Ob das in nächster Zeit passieren werde, stehe aber noch nicht fest.

Der ehemalige Stadtvertreter Freddy Rode (parteilos), erklärter Gegner der langen Variante, gratulierte Sitta zum Sieg. „Die große Lösung war von vorn bis hinten nicht schlüssig. Ich bezweifle, dass die Stadt alle damit zusammenhängenden Aufgaben wie die Vermarktung der Grundstücke gewuppt hätte, ohne neues Personal einzustellen.“ Die (Folge-)Kosten des Projekts wären „wahrscheinlich ins Unendliche gestiegen“, pflichtete die frühere Stadtvertreterin Inga Habeck (CDU) ihm bei.

Henning Mohr, Anwohner des Rantzauer Sees, erklärte, der gleiche Effekt wie mit einer langen Sohlgleite könne auch mit einer kleinen Lösung erreicht werden. Dafür spricht sich auch die BI aus. So könne etwa am Wendehammer der Schleusenkuhle eine den Anforderungen der EU entsprechende Fischaufstiegshilfe gebaut werden.

Die Befürworter einer großen Lösung wollten die Lillsche Wiese kaufen, um dort eine lange Sohlgleite als Fischaufstiegshilfe zu bauen. Um das Millionenprojekt zu finanzieren, sollte ein Teil der Wiese als Baugebiet ausgewiesen werden.

Insgesamt beteiligten sich 66,5 Prozent der 8148 wahlberechtigten Barmstedter am Bürgerentscheid.

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erstellt am 23.Sep.2013 | 12:00 Uhr

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