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Barmstedter Zeitung

04. Dezember 2016 | 19:31 Uhr

„Die Liebe ist allmählich gewachsen“

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Goldene HochzeitAngelika und Uwe Gundlach lernten sich bei der Verlobungsfeier ihrer Geschwister kennen

Die beiden Wahl-Barmstedter Uwe und Angelika Gundlach feiern heute das Fest der Goldenen Hochzeit – ein Anlass, zurückzublicken auf viele Jahre gemeinsamen Glücks, aber auch gemeinsam durchlebter schwerer Stunden. Kennengelernt haben sich die beiden auf der Verlobungsfeier seines Bruders mit ihrer Schwester – und das ist schon ungewöhnlich.


Aus Lurup zogen sie nach Barmstedt


Von „Liebe auf den ersten Blick“ möchte das langjährige Ehepaar aber nicht sprechen. „Die Liebe zwischen uns und das Verständnis füreinander sind allmählich gewachsen“, sagen sie. „Geheiratet haben wir eigentlich, weil wir eine Wohnung in Aussicht hatten.“ Als sich das zerschlug, zogen sie bei Angelika Gundlachs Mutter ein, später mieteten sie sich eine Wohnung auf St. Pauli, direkt am Dom.

Ihre letzte Station in der Hansestadt Hamburg war ein Haus in Lurup, das sie zuerst mieteten und später erwarben. Insgesamt 40 Jahre bewohnten sie es, bevor sie es verkauften und nach Barmstedt zogen. Aus der Ehe der beiden Hanseaten sind zwei Söhne hervorgegangen – und mittlerweile haben sich vier Enkel dazugesellt, die an Oma und Opa hängen und sie auch häufiger besuchen.

Angelika Gundlach wurde in Dewitz (Kreis Altmark) geboren und wuchs im Hamburger Stadtteil St. Pauli auf. Im Alter von 16 Jahren zog sie   nach Lurup, wo sie eine kaufmännische Lehre absolvierte. Anschließend arbeitete sie einige Jahre lang in ihrem Beruf, bevor sie sich mit einem Taxi-Unternehmen selbstständig machte und außerdem – in der Zwischenzeit – eine Tätigkeit als selbstständige Handelsvertreterin aufnahm. Diese übte sie bis zur Rente aus.

Uwe Gundlach wurde im ostholsteinischen Kiebitzhörn (Kreis Plön) geboren und wuchs ebenfalls in Hamburg-Lurup auf. Nach dem Schulbesuch absolvierte er eine Lehre zum Klempner und Installateur. „Ich habe mich dann von meiner Frau dazu überreden lassen, ins Taxi-Gewerbe einzusteigen“, bekennt er mit einem Lächeln auf den Lippen. „Und dabei bin ich bis zum Schluss geblieben.“

Nach dem anstrengenden Arbeitsleben verläuft das Leben der beiden Eheleute mittlerweile ruhiger, aber nicht langweilig. Große Freude bereitet ihnen der Garten am Haus, in dem es für sie immer genug zu tun gebe. „Eine grüne Oase brauchen wir einfach“, sagen sie. Häufig sind sie auch mit dem Fahrrad in der näheren und weiteren Umgebung unterwegs. Jüngst haben sie sich dafür zwei Elektro-Bikes zugelegt: Das sei ein angenehmes Fahren.

Einmal wöchentlich fahren sie zum Einkaufen in die Hansestadt, der sie sich – wenig verwunderlich – noch immer stark verbunden fühlen. Auf dem dortigen Markt haben sie ihre Stammhändler, bei denen sie regelmäßig einkaufen. Und wenn es sie in die Ferne zieht, packen sie ihre Koffer und reisen in die Türkei oder nach Andalusien oder Teneriffa.


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