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Barmstedter Zeitung

05. Dezember 2016 | 01:37 Uhr

Übung in Barmstedt : Die Jugendwehren zeigen vollen Einsatz

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Einsatzkräfte aus dem Amt Rantzau, Barmstedt und Quickborn bewältigen zahlreiche Szenarien. Schüler aus GGS gerettet.

Barmstedt | Der Rauchmelder im Übergangstrakt der Barmstedter Grund- und Gemeinschaftsschule (GGS) piept nervig und laut. Rauch in den Räumen vernebelt die Sicht. Schemenhaft sind Gestalten zu erkennen, die dort eingeschlossen sind. Dieses Szenario fanden die drei Jugendwehren aus dem Amtsbezirk Rantzau, Barmstedt sowie die aus Quickborn vor, die vor Kurzem zu ihrer Hauptübung ausrückten.

Eine Disko-Nebelmaschine erzeugte den Rauch in der Schule, Raucherzeuger qualmten auf dem Schulhof. Mit zehn Fahrzeugen rückten die Nachwuchskräfte an und bauten mehrere Löschangriffe auf. Aus dem ersten Stock in dem Gebäude waren Hilferufe zu hören. Finn (12) und Oliver (10) von der Jugendwehr eilten in die verqualmten Räume und holten Klaas (9) heraus. Insgesamt mussten sechs Kinder in Sicherheit gebracht werden. Sie wurden zu einer Station auf dem Hof geleitet, wo sie erstversorgt werden konnten. „Die Jugendlichen lernen hier, wie sie verletzte und geschockte Personen ansprechen“, so Jugendbetreuer Tobias Stabe von der Jugendwehr Barmstedt, der gemeinsam mit seinem Kollegen Dennis Teupke und einem Orgateam das Wochenende mit Übernachtung in der Feuerwache organisiert hatte.

So wurden die Geretteten etwa gefragt: „Ist Dir schwindelig, oder tut Dir etwas weh?“ oder „Möchtest Du erst einmal trinken?“ Thore (10) holte eine Mullbinde aus dem Verbandskasten und umwickelte den verletzten Arm eines Geretteten. In der Zwischenzeit war die Wasserversorgung aufgebaut, das Wasser strömte aus den Schläuchen, und die Jugendlichen nässten damit die Dächer der GGS. Viel Publikum war erschienen – darunter die Wehrführer aus Barmstedt, den Umlandgemeinden und Quickborn sowie die Barmstedter Bürgermeisterin Heike Döpke. Insgesamt hatten an der Schlussübung 44 Jugendliche zwischen zehn und 17 Jahren teilgenommen.

Wasser marsch: Die Hauptübung fand in der GGS statt.
Wasser marsch: Die Hauptübung fand in der GGS statt. Foto: Pergande
 

Die drei Jugendwehren aus der Region Barmstedt hatten bereits während ihres Ausbildungswochenendes am Vortag eine Nachtübung absolviert. Auf dem Seeparkplatz hatte ein selbst gezimmerter Holzschuppen Feuer gefangen. Die Nachwuchskräfte mussten die Wasserversorgung aufbauen und den Brand löschen – und den Parkplatz wieder schier machen. „Die waren hinterher so platt, dass sie alle auf ihre Schlafplätze gefallen sind“, so Stabe.

Insgesamt hatten die Jugendlichen am Wochenende alle Hände voll zu tun. Die Szenarien deckten eine große Zahl realer Einsätze ab. So wurde eine Ölspur beseitigt, eine Person aus einer Zwangslage gerettet, ein Baum von einer Straße entfernt, ein Tier aus einer Notlage befreit und die Ursache einer unklaren Rauchentwicklung gesucht. Zum Abschluss gab es in der Feuerwache ein gemeinsames Essen.

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erstellt am 27.Sep.2016 | 12:15 Uhr

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