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Barmstedter Zeitung

03. Dezember 2016 | 10:47 Uhr

Serie: Teil 5 : Die erste Wahl für den Gemeinderat

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Nach schwierigen Zeiten der Fusion ist in der Christus-Gemeinde Hohenfelde-Hörnerkirchen Frieden eingekehrt.

Brande-Hörnerkirchen | Am 1. Advent wird gewählt: Fast zwei Millionen Mitglieder der Nordkirche sind am Sonntag, 27. November, dazu aufgerufen, in ihren Gemeinden neue Kirchengemeinderäte zu wählen. In Barmstedt und dem Umland werden die neuen Räte der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Barmstedt und der Christus-Kirchengemeinde Hohenfelde-Hörnerkirchen gewählt. Wer zur Wahl antritt, warum gewählt wird und was die Kirchengemeinden in den kommenden Jahren vorhaben – darüber berichtet diese Zeitung während eines „Themas der Woche“. Heute im Fokus: die Kandidaten und Themen in der Christus-Kirchengemeinde Hohenfelde-Hörnerkirchen.

Im hohen Norden des Kreises Pinneberg wird in etwa zwei Wochen der neuer Kirchengemeinderat gewählt – zum ersten Mal unter Regie der Nordkirche übrigens. Noch bei der jüngsten Wahl vor sechs Jahren hieß der Gemeinderat Kirchenvorstand. Und schon kurz nach der Wahl im Jahr 2010 brachen in eben diesem Vorstand Gräben auf, die ihre Ursachen in der kurz zuvor (nicht ganz freiwillig) vollzogenen Kirchenehe der Gemeinden Hörnerkirchen und Hohenfelde hatten.

Als Reaktion musste im Januar 2012 ein neuer Kirchenvorstand gewählt werden, dem seitdem Sönke Mier vorsteht. Seither glätteten sich die Wogen, und aus dem Gegeneinander wurde ein Miteinander.

Nun also steht die nächste Wahl an. Und die Vorzeichen deuten auf eine friedliche Zukunft hin. Wurde bei der jüngsten Abstimmung bei der Auswahl der Kandidaten noch sehr genau darauf geachtet, dass kein Dorf personell zu kurz kam, wurde der Proporz-Gedanke nun deutlich hintenangestellt. Neben den beiden Pastoren Ulrich Palmer und Petra Steltner, die Kraft ihres Amtes in das Gremium einziehen werden, sind sieben weitere Plätze zu vergeben, für die sich sieben Kandidaten bewerben. Erstmals auf der Liste stehen Simone Klütz aus Bokel und Yvonne Krüger aus Hohenfelde. Wieder mit dabei sind Sönke Mier, Thekla Gaden, Ute Pump, Harry Unger und Harald Behncke.

Sieben Bewerber bei sieben freien Plätzen. Das klingt nach wenig Spannung. Doch Mier fordert alle Gemeindemitglieder auf, ihre Stimmen abzugeben. „Als Ausdruck, dass Sie uns den Rücken stärken.“ Wahllokal ist der Gemeindesaal in Hörnerkirchen. Pastor Palmer wünscht sich für die kommenden Jahre eine Rückbesinnung möglichst vieler Menschen auf die christlichen Werte und erhofft sich die Kirche „als Ort, wo man aufatmen kann“.

Am 15. Januar 2017 sollen die neuen Gemeinderäte im Rahmen eines Einführungsgottesdienstes in Hohenfelde vorgestellt werden. Am 18. Januar folgt die konstituierende Sitzung, in deren Verlauf der neue (und möglicherweise alte) Vorsitzende des Kirchengemeinderats bestimmt wird.

Themen wird das neunköpfige Gremium zuhauf anzupacken haben. Noch in diesem Jahr soll der Verkauf des Pastorats in Hohenfelde über die Bühne gehen. Als Käufer steht die Kommune bereit, geplant ist ein Saal-Anbau, um einen neuen Veranstaltungsort zu schaffen. Das Geld soll in anstehende Projekte in Hohenfelde fließen. Unter anderem in die Sanierung der Orgel, die Aufarbeitung der Kirchenfenster und des Taufengels. „Das Geld bleibt im Ort“, verspricht Palmer. Auch die Orgel in Hökis Kirche ist sanierungsbedürftig. „Die Mechanik klemmt“, erklärt der Pastor. Generell gestärkt werden soll die Jugendarbeit. „Dabei sind wir aufs Ehrenamt angewiesen“, betont Palmer. Wer Interesse habe, könne sich gern im Kirchenbüro melden.

Ein (leidiges) Thema bleiben die Finanzen. Zwar gebe es in der Christusgemeinde „keinen Reparaturstau“, wie Mier versichert, doch die weniger werdenden Gemeindemitglieder und das somit geringer werdende Kirchensteueraufkommen erlaube „keinen sorglosen Blick in die Zukunft“. Die Kirchenmusik und die Friedhofsgebühren seien zwei weitere Themen, mit denen sich der Kirchenrat beschäftigen müsse.

2017 steht turnusmäßig die Neukalkulation der Friedhofsgebühren an. Und die „sehr engagierte Kirchenmusikerin“ Monika Glindmeier sei finanziell „deutlich mehr wert als sie bekommt“, wie Palmer zugibt. Ein weiterer Orgelspieler sei willkommen.

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erstellt am 15.Nov.2016 | 16:00 Uhr

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