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Barmstedter Zeitung

07. Dezember 2016 | 21:27 Uhr

Sportplatz Heederbrook in Barmstedt : „Der Zustand ist unhaltbar“

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Ein Stadtvertreter bemängelt die unzureichende Pflege und ein hohes Verletzungsrisiko für Sportler.

Barmstedt | Henning Behrens ist sauer. „Die Stadt hat die Pflege des Sportplatzes am Heederbrook monatelang vernachlässigt“, sagt der CDU-Stadtvertreter. Die Rasenfläche etwa sei „komplett hinüber“. Sie sei übersät von Schlaglöchern und kahlen Stellen. „Kein Handballer wird dort seinen Ball vernünftig prellen können, und die Fußballer, mit denen ich zu tun habe, können keinen ,geraden Ball’ spielen“, so Behrens. Beim Ede-Menzler-Turnier Anfang Juli und einem Fußballturnier hätten sogar die Felder anders angelegt werden müssen, um die Spieler nicht zu gefährden. „Da kann man sich die Knochen brechen oder sich sonstwie verletzen“, so Behrens. Der „unhaltbare Zustand“ zeige, „dass hier monatelang außer Rasenmähen gar nichts unternommen wurde“. Und vor dem Hintergrund, dass am Ede-Menzler-Turnier 160 Mannschaften aus vielen anderen Städten und Gemeinden teilnähmen, sei das „kein Aushängeschild für unsere Stadt“.

Ebenfalls riskant seien die kaputten Umrandungen, die die Lauf- und die Sprungbahnen vom Rasen trennen. „Wer da reintritt, bricht sich auch die Haxen“, so Behrens. Weniger gefährlich, aber ebenso unschön sei das überall wuchernde Unkraut. „Die Tribünen, die mal für viel Geld errichtet wurden, sind total überwuchert.“ Er habe vor Kurzem einen verschossenen Ball aus dem Gebüsch holen wollen. „Da hätte ich fast eine Machete gebraucht. Und dann habe ich noch fünf andere Bälle mitgebracht, die da im Gestrüpp lagen.“

Die Sache ärgere ihn nicht nur wegen des Verletzungsrisikos, so Behrens. „Es sind ja auch Werte, die da verfallen. So geht man nicht mit dem Eigentum und Vermögen der Stadt um.“ Da die Pflege des Platzes sogar im Stellenplan festgehalten sei, könne er noch weniger nachvollziehen, dass monatelang offenbar nichts passiert sei, so Behrens. Auch dann noch nicht, nachdem er das Thema Ende Mai im Hauptausschuss angesprochen hatte. Erst während der jüngsten Stadtvertretersitzung am 12. Juli habe die Verwaltung seine Anfragen beantwortet. Allerdings im nichtöffentlichen Teil, da die Fragen zum Teil „persönliche Belange von Mitarbeitern der Stadt“ berührt hätten. Fraktionsübergreifend seien sich die Stadtvertreter jedenfalls „einig gewesen, dass da was gemacht werden muss“. Und auch die Verwaltung habe Besserung zugesagt. „Man hat mir versprochen, dass sich darum jetzt intensiv gekümmert wird“, so Behrens.

Auf Anfrage dieser Zeitung bestätigte Stadtsprecher Wolfgang Heins, dass der Sportplatz während der Sommerferien instand gesetzt werden soll. „Die Verwaltung wird die entsprechenden Aufträge abarbeiten“, teilte er mit – die sich nicht nur auf den Platz, sondern auch auf die Umkleideräume beziehen. „Einige Schlösser sind schwergängig. Manche Schlüssel drohen abzubrechen, manche funktionieren gar nicht mehr“, so Behrens. Die Ankündigung ver Verwaltung, die Missstände zu beheben, kommentierte er mit den Worten: „Ich werde das beobachten.“

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erstellt am 22.Jul.2016 | 16:00 Uhr

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