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Barmstedter Zeitung

29. September 2016 | 03:36 Uhr

30.000 Euro : Das Amt saniert die Unterkunft in Langeln

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

30.000 Euro werden in den Altbau investiert. Kopfschütteln über gekündigten Vertrag zur Klärschlammentsorgung.

Langeln | Das Amt Rantzau wird den Altbau der Asylbewerberunterkunft in Langeln sanieren. Amtsdirektor Heinz Brandt berichtete vor Kurzem während der Sitzung des Hauptausschusses, dass der erste Bauabschnitt 30.000 Euro koste. Im Sanitärbereich seien die Arbeiten nötig, weil dort lange nichts mehr gemacht worden sei, hieß es.

Weitere Details stellte Alexander Harms vom Amt den Ausschussmitgliedern vor: „Wir haben im Altbau sechs Zimmer mit neun Bewohnern, die sich eine kleine Küche, vier Toiletten und drei Duschen teilen“, sagte er. Die Gemeinschaftsräume im Mitteltrakt sollen zu zwei zusätzlichen Zimmern umgestaltet werden. „Der gesamte Umbau wird so aussehen, dass je zwei Personen eine Küche und ein Bad haben“, sagte er.

Heedes Bürgermeister Reimer Offermann merkte zudem an, dass Asylsuchende entgegen der landläufigen Meinung keine Wohnungen bekommen würden. „Es sind zeitlich begrenzte Unterkünfte, in denen auch bei Engpässen zusammengerückt werden muss“, sagte er. Hemdingens Bürgermeister Hans-Hermann Sass lobte zudem die Vorgehensweise von Verwaltung und Kommunen: „Unsere Gemeinden und das Amt haben gutes strategisches Denken bewiesen, indem wir Immobilien mit Augenmaß gekauft haben und kein leerstehendes Objekt finanziell schultern müssen.“

Kopfschütteln herrschte bei den Ausschussmitgliedern, als Brandt die Kündigung des Abwasserzweckverbands (AZV) hinsichtlich der Klärschlammentsorgung zum Ende des Jahres vorlegte. „Es ist nicht sicher, ob der AZV uns diese Leistungen kündigen kann“, so Brandt. Die Kündigung betreffe alle Verbandsmitglieder, von denen es im Kreis Pinneberg viele gebe. „Wir haben noch in fünf Amtsgemeinden Sammelgruben, die abgepumpt werden müssen“, so Brandt. Anfang der 80er-Jahre habe es noch jede Menge Klärgruben gegeben, die zum größten Teil jetzt verschwunden seien. Aber eben nicht alle. „Die Kündigung kam von der Verbandsführung, es existiert kein Beschluss der Verbandsversammlung“, so Brandt.

Der Zweckverband sei ein kommunales Unternehmen, das einmal von den Kommunen gegründet worden war, so der Amtsdirektor weiter. „Gegen eine Kündigung werden wir uns wehren und notfalls fachanwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen“, so Brandt.

Die Politiker sprachen zudem über das Breitband-Projekt im Amt Rantzau. „Wir haben in einigen Gemeinde Lücken in Außenbereichen, was das schnelle Internet angeht. Diese wollen wir schließen“, so Brandt. Bei einem Interessenbekundungsverfahren hätten sich drei Unternehmen gemeldet. „Der Bund übernimmt 50 Prozent der Kosten“, so Brandt. Wegen der Ko-Finanzierung vom Land sei er im entsprechenden Ministerium in Kiel vorstellig gewesen. „500.000 Euro sind uns sicher“, sagte er. Der Auftrag müsse noch europaweit ausgeschrieben werden.

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erstellt am 15.Sep.2016 | 16:30 Uhr

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