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Barmstedter Zeitung

04. Dezember 2016 | 17:26 Uhr

Hans-Hermann Sass : Bürgermeister ist 20 Jahre im Amt

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Vom Nachrücker zum Hemdinger Bürgermeister: Seit 20 Jahren ist Hans-Hermann Sass in seinem Ehrenamt tätig.

Hemdingen | Es ist kurz vor 18 Uhr, als Hemdingens Bürgermeister Hans-Hermann Sass mit seinem Fahrrad auf den Hof der Grundschule radelt. Immer dienstags ist Bürgersprechstunde in den Hemdinger Gemeinderäumen. Zwei Bürger warten heute vor dem Gebäude. Sass stellt sein Fahrrad ab, schließt die Tür auf und setzt sich an einen großen Tisch. Die Gespräche dauern nicht lange, die Anliegen der Bürger sind schnell geklärt. Seit 20 Jahren ist Sass mittlerweile Bürgermeister in Hemdingen. Während der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung hatte Sass’ politischer Weggefährte Reinhold Mattai darauf hingewiesen, dass der Bürgermeister seit dem 12. Juni 1996 im Amt ist. Im Namen der Gemeindevertretung hatte er ihm Glückwünsche ausgesprochen und einen Blumenstrauß überreicht.

Wie er zum Bürgermeister gewählt worden war, ist sehr ungewöhnlich gewesen, sagt Sass. Denn Gemeindevertreter sei er lediglich für wenige Minuten gewesen. „Bei der Kommunalwahl 1994 stand ich auf dem sechsten oder siebten Listenplatz und zog nicht in den Rat ein“, so der 72-Jährige. Als sein Vorgänger Christian Hass später sein Amt niederlegte, um nach Mecklenburg-Vorpommern zu ziehen, ging es für Sass Schlag auf Schlag. „Ich bin in die Gemeindevertretung nachgerückt und gleich zum Bürgermeister gewählt worden.“ Er sei also von der Ersatzbank gekommen und gleich Kapitän der Mannschaft geworden, so der passende Vergleich des Bürgermeisters. Im Ort sei er aber schon bekannt gewesen. „Ich war beim Kindergarten als Architekt tätig und wohnte früher in Langeln.“

In den vergangenen 20 Jahren habe sich in Hemdingen viel verändert, resümierte Reinhold Mattai während seiner Laudatio. Hemdingen ist ans Breitbandnetz angeschlossen worden, ein neues Gewerbegebiet ist in Planung und der TuS heißt mittlerweile TuS Hemdingen-Bilsen. Die großen Entscheidungen der vergangenen 20 Jahre hätten gepasst, so Sass’ persönliches Fazit. „Die meisten Entscheidungen sind mit großer Mehrheit getroffen worden.“ Die Gemeinde habe mehrere Baugebiete auf den Weg gebracht und dem AZV das Hemdinger Kanalnetz und damit die Schmutz- und Regenwasserentsorgung übertragen. Anfangs habe es hitzige Diskussionen darüber gegeben. Beim Schmutzwasser sei es erkennbar gewesen, warum man als Bürger dafür zahlen müsse, so Sass. Beim Regenwasser sei das schwerer gewesen. Aber letztlich habe sich die Entscheidung für Hemdingen rentiert. „Die Störfälle sind deutlich weniger geworden, und das Kanalnetz wird regelmäßig überprüft und repariert.“ Auch beim Thema Breitband verlaufe fast alles nach Plan. „Im Augenblick“, so sein Fazit, „sind keine nennenswerten Probleme erkennbar.“

Viele Dinge seien manchmal komplexer, als man es zuerst annehme, so Sass über die Arbeit eines Bürgermeisters. Seine Überzeugung sei aber, dass man – wenn man glaube, die Fähigkeiten zu haben – dann auch die Verantwortung übernehme sollte, sagt der Hemdinger Bürgermeister. Ziel sei es, innerhalb der Gemeinde immer die beste Lösung für die Gemeinde zu finden.

Doch das Ehrenamt ist nicht sein einziger Job: Der 72-Jährige leitet auch sein Architektur- und Ingenieurbüro. In seiner Freizeit ist Sass viel mit dem Hund unterwegs. Außerdem ist der Hemdinger Bürgermeister sehr sportlich: Strecken in der Gemeinde legt er meist per Rad zurück. „Bis vor fünf Jahren war ich auch als Marathon-Läufer aktiv. Ich habe teilweise an bis zu zehn Läufen im Jahr teilgenommen.“ Das Lebensmotto von Hans-Hermann Sass: „Leben ist Bewegung.“

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erstellt am 08.Okt.2016 | 16:00 Uhr

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