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Barmstedter Zeitung

03. Dezember 2016 | 05:43 Uhr

Bokeler See : Bokel läutet die Karpfen-Saison ein

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Karpfengericht des Jahres wird mit Picotta und Ravioli serviert / 7250 Euro für Förderung junger Talente gespendet

Bokel | Die Karpfen-Saison hat begonnen. Offiziell eröffnet wurde sie im Ringhotel Bokel-Mühle. Im Beisein der Schirmherren Alexander von Humboldt und Axel Strehl präsentierte Mühlen-Küchenchef Oliver Sched das Karpfengericht 2016: Picotta und Ravioli vom Bokeler Spiegelkarpfen mit Rahmsauce von sizilianischen Dörrtomaten mit Schwarzwurzeln und Erbsenpüree. Sched gewährte „ganz nebenbei“ einen Blick in sein Karpfen-Küchengeheimnis. Das Credo des gebürtigen Augsburgers lautet: „Ohne Gräten“. Lediglich beim „Klassiker“ Karpfen blau seien diese nicht zu vermeiden.

Den „Blauen“ gibt es in Bokel natürlich auch. Ansonsten geht es in der Küche des Ringhotels jedoch deutlich raffinierter zu. „Ein guter Karpfen braucht gutes Personal“, stellte Mühlen-Chef Rainer Erich in seiner Ansprache fest. Nur so sei es immer wieder möglich, hohe Qualität auf den Tisch zu bringen. Eine fundierte Ausbildung wiederum sei die Basis für gute Mitarbeiter. Und so hat es schon Tradition, dass in Bokel kräftig für die Qualifizierung der Auszubildenden im heimischen Gastronomiegewerbe gespendet wird. 7250 Euro kamen in diesem Jahr vom Hotel-Team und den Lieferanten der Bokeler Mühle zusammen. Den Scheck nahm Schleswig-Holsteins Dehoga-Präsidenten Axel Strehl dankend entgegen.

Alexander von Humboldt (v. r.) und Axel Strehl freuen sich über 7250 Euro, die ihnen Rainer Erich übergab. Das Geld soll in die Förderung junger Gastronomie-Talente fließen.
Alexander von Humboldt (v. r.) und Axel Strehl freuen sich über 7250 Euro, die ihnen Rainer Erich übergab. Das Geld soll in die Förderung junger Gastronomie-Talente fließen. Foto: Wittmaack
 

Seit Jahrzehnten gehört der Karpfen zu den beliebtesten Speisefischen auf deutschen Tellern. Wobei es kein „Modefisch“ mehr sei, wie Sched betonte. Daher sei es besonders wichtig, sich kulinarisch stets etwas Neues einfallen zu lassen. Etwa 20 geladene Gäste durften das aktuelle Karpfen-Mahl probieren. Vom gefürchteten leicht modrigen Karpfen-Geschmack war wie gewohnt nichts zu spüren. Kein Wunder, profitieren die Fische doch vom Mühlenbach, der den angrenzenden Bokeler See durchströmt. Das fließende Wasser garantiere einen fettarmen und geschmacklich hervorragenden Fisch, so Rainer Erich.

Bereits zum 34. Mal wurde die schleswig-holsteinische Karpfensaison im Hotel Bokel-Mühle eröffnet. Das Haus mit seinen 28 Zimmern ist eine Institution in der Region. Wobei die Mühlenhotel-Betreiber gern mittelfristig auf 60 Zimmer aufstocken würden. Nicht mehr geben wird es zumindest in diesem Jahr die zweite traditionelle Herbstveranstaltung: das Abfischen. Weil das Hotelpersonal aufgrund anderer Veranstaltungen ausgelastet ist, werden dieses Mal die Fische nur nach Bedarf aus dem See geholt. In den Vorjahren waren die zwei Abfisch-Tage immer ein Volksfest mit tausenden Besuchern aus der Region.

Das Karpfengericht 2016:  Picotta und Ravioli vom Bokeler Spiegelkarpfen.
Das Karpfengericht 2016: Picotta und Ravioli vom Bokeler Spiegelkarpfen. Foto: Wittmaack
 

Ob das Event in den kommenden Jahren wieder aufleben wird, ist noch ungeklärt. Junior-Chef Alexander Erich unterstrich, dass der Karpfen auch ohne Abfisch-Spektakel das „Zugpferd“ des Hauses bleiben werde. Allein schon, „weil der Weg vom Wasser auf den Teller nicht kürzer sein könnte“. Drei bis vier Jahre dürfen die Karpfen im Bokeler See wachsen, ehe sie Kochtopfgröße erreicht haben. Der „ideale“ Gourmet-Fisch wiegt zwischen drei und vier Pfund. Karpfenliebhaber können „ihren“ Fisch natürlich auch weiterhin im Restaurant des Hotels verspeisen.

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erstellt am 29.Sep.2016 | 16:00 Uhr

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