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Barmstedter Zeitung

06. Dezember 2016 | 11:23 Uhr

Barmstedt : BMTV: Abschied vom Kurs-System

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Statt Kursen bietet die Gesundheitssparte des Barmstedter Sportvereins künftig Ganzjahrestraining an. Teilnehmer zahlen einen monatlichen Beitrag.

Ein immenser Verwaltungsaufwand und immer restriktivere Vorgaben von den Krankenkassen: Das hat dazu geführt, dass sich die Gesundheitssparte des BMTV nach 25 Jahren vom Kurs-System verabschiedet. „Wir werden stattdessen ein Ganzjahrestraining anbieten“, erklärt Spartenleiterin Katharina Boye (Foto, links). Die Umstellung soll zum 1. September erfolgen.

Für die Teilnehmer bedeutet die Änderung zum einen, dass sie statt einer Kursus-Gebühr künftig einen monatlichen Spartenbeitrag (zwei Euro) zahlen werden. Sie können sich diese Kosten zwar nicht von der Kasse erstatten lassen, dafür aber jedes Angebot der Sparte nutzen – etwa Schwimmen, Venenwalking und Pilates. Voraussetzung ist allerdings eine Mitgliedschaft im BMTV, die zurzeit 15 Euro im Monat kostet. Sofort eintreten muss aber keiner. „Es ist natürlich möglich, ein- oder zwei Mal in die Angebote hineinzuschnuppern“, betont Pilates-Trainerin Gisela Hackland (Foto, rechts).

Die Krankenkassen hätten die „Hürden für die Bezuschussung immer höher gehängt“, so Boye. Während etwa für die Trainer anfangs eine C-Lizenz für Allgemeinsport ausgereicht habe, hätten sie zuletzt eine B-Lizenz für Rückensport vorweisen müssen. Darüber hinaus sei dann „die Bezuschussung erst auf einen Kursus pro Jahr und später auf einen Kursus alle zwei Jahre zurückgefahren worden, und schließlich durften unsere gut ausgebildeten Trainer nur noch ein Programm anbieten, in dem jede noch so kleine Übung vorgeschrieben wird – ungefähr so, dass man den Arm erst nach rechts und dann nach links strecken muss“, so Boye. Auch dieser Vorgabe sei der BMTV nachgekommen, „aber die Teilnehmer waren wenig begeistert“.

Erschwerend hinzugekommen sei der extrem hohe Verwaltungsaufwand, so Boye. „Jeder Kurs musste jedes Mal neu und aufwändig bei der Krankenkasse angemeldet werden.“ Zudem hätten Teilnehmerlisten geführt und ausgewertet sowie Teilnahmebestätigungen erstellt werden müssen. „Und alles handschriftlich, weil ein entsprechendes PC-Programm sehr teuer ist.“

Für den Verein habe das Kurs-System „null Vorteile“, bilanziert Boye. Es sei daher „nicht verwunderlich, dass sich so gut wie alle Sportvereine aus diesem Verfahren ausgeklinkt und den Gesundheitssport in den normalen Sportbetrieb integriert haben“. Nun gehe auch der BMTV diesen Weg.

Am Angebot an sich werde sich nichts ändern, so Boye: „Alle Gruppen werden zu den bisherigen Zeiten weiterlaufen.“ Allerdings – bis auf die Ferien – durchlaufend, was von Vorteil sei. „Bisher gab es oft die Bitte, bis Ferienbeginn weiterzumachen.“ Zu Beginn der Umstellung rechne sie damit, „dass viele viele Angebote ausprobieren wollen“, so Boye. Das sei auch in Ordnung. Um Enttäuschungen zu vermeiden, empfiehlt sie aber, sich zuvor bei den Trainern über die Inhalte zu informieren.

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erstellt am 25.Aug.2016 | 15:58 Uhr

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