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Barmstedter Zeitung

26. März 2017 | 21:00 Uhr

Mit Leib und Seele Feuerwehrmann : Bilsener führt Familientradition fort

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Wie der Vater, so der Sohn: Kay Grabowski ist mit Leib und Seele Feuerwehrmann. Er löst Peter Wrage als Wehrführer in Bilsen ab.

Bilsen | Er kommt aus einer Feuerwehr-Familie. „Mein Vater war mit Leib und Seele Feuerwehrmann und auf Kreisebene tätig. Ich wuchs damit auf“, sagt Kay Grabowski. Er kenne es von Kindesbeinen an, wenn der Vater plötzlich alles stehen und liegen ließ, um zum Einsatz zu fahren. Der Bilsener eifert seinem Vater nach – und trägt dabei eine große Verantwortung. Denn seit Kurzem ist der Feuerwehrmann Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Bilsen.

Grabowski wuchs in Pinneberg auf und trat im Alter von zwölf Jahren in die Jugendwehr ein. Nach dem Abitur 1999 machte er eine Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann. Heute ist er Vertriebsingenieur in einer Firma in der Hamburger Hafencity und beschäftigt sich mit Führungsunterstützungs-Software für Feuerwehren. Die Feuerwehr lässt ihn eben nicht los. 2003 lernte er seine spätere Frau Tina Ernsting beim Blutspende-Dankfest in Bilsen kennen. Seit 2005 wohnen die beiden in Bilsen, haben einen Sohn und 2016 im neuen Baugebiet Klosterkoppel gebaut. In Bilsen trat Grabowski der örtlichen Wehr als Hauptfeuerwehrmann bei. Da war er 26 Jahre alt. Mittlerweile ist er Brandmeister.

Auf Kreisebene als Ausbilder für Atemschutz tätig

Die Feuerwehr ist essenzieller Bestandteil seines Lebens. Grabowski ist auf Kreisebene als Ausbilder für Atemschutz tätig. „Die Bilsener Wehr stellt fünf Kreisausbilder, das ist viel.“ Er gehört der technischen Einsatzleitung des Kreises an. In der Bilsener Wehr war er zudem als Gruppenführer tätig. Welche Aufgaben erwarten ihn als Wehrführer? „Erstmal vorweg, ich habe eine gut aufgestellte Wehr mit einem hohen Ausbildungsstandard vom ehemaligen Wehrführer Peter Wrage übernommen“, so Grabowski, der nicht in die Schuhe des ehemaligen Wehrführers schlüpfen, sondern eigene Ideen entwickeln will. „Ich möchte weiterhin gut motivierte Kameraden haben.“ Eines seiner Anliegen sei es auch, die Zusammenarbeit mit Nachbarwehren zu vertiefen. „Nur gemeinsam sind wir stark“, ist sein Motto.

Kleine Wehren seien nicht schlechter ausgebildet als die großen. „Den Standard wollen wir halten“, so Grabowski. Wichtig sei ihm außerdem der gute Draht zur Politik, ebenso die Repräsentation der Feuerwehr nach außen. „An erster Stelle steht die Schutzausrüstung der Kameraden, die tipptopp und ohne Kompromisse sein muss“, sagt er und betont: „Die Kameraden müssen immer heil nach Hause kommen.“

Bei der Ausrüstung soll es Veränderungen geben

Bei der Ausrüstung soll es Veränderungen geben: Die Wehr benötige ein neues Löschfahrzeug für das vorhandene, 25 Jahre alte Auto. „Neue Helme müssen auch angeschafft werden, einige sind bereits 40 Jahre alt“, so Grabowski. Ihm schwebt zudem in der Feuerwehrunterkunft ein Büro für den Vorstand mit Internetzugang vor, um die notwendige EDV-gestützte Verwaltung zu ermöglichen, um den Datenschutz zu gewährleisten. „Die zukunftssichere Aufstellung auch in diesem Bereich der Wehr ist mir wichtig“, betont er.

Das Ehrenamt sei zeitintensiv und nur machbar, wenn die Ehefrau Verständnis habe, so Grabowski weiter. Ein wichtiger Teil seines Lebens sei die Familie, die die Ostsee liebe. An der Küste finde er im Wohnwagen und am Strand Entspannung, ebenso beim Schippern auf dem Gewässer und beim Angeln. Mit seinem Sohn besucht er zudem gern Tierparks.

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erstellt am 02.Mär.2017 | 16:00 Uhr

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