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Barmstedter Zeitung

09. Dezember 2016 | 06:58 Uhr

Vom Hirnschlag, der ins Leere trifft : Begeisternde Premiere der Laienspielgruppe Ellerhoop

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Alle Vorstellungen ausverkauft: Laienspielgruppe Ellerhoop begeistert bei der Premiere der plattdeutschen Komödie „Senioren-WG“.

Ellerhoop | Temperamentvoll und mit viel Witz haben die Akteure der Laienspielgruppe Ellerhoop die plattdeutsche Komödie „Senioren-WG“ von Joachim Grabbe an zwei Abenden im Gasthof „Zur Linde“ präsentiert. Jede Veranstaltung war ausverkauft, etwa 280 Besucher amüsierten sich kräftig und zeigten ihre Begeisterung mit Szenenapplaus und lautem Gelächter.

Die Seniorin Luise (Regina Resch-Jansen) lebt seit dem Tod ihres Mannes allein in ihrem großen Haus. Tochter Susanne (Mareike Gerst) meint es gut und rät ihr, in ein Altenheim zu ziehen. Der Vorschlag stößt bei der Mutter auf heftigen Widerstand. „Geht gar nicht“, entscheidet sie. Ihre Freundin Berta (Marion Bracker) schlägt eine Wohngemeinschaft vor, in die sie mit einziehen möchte. „Wat is dat denn?“, fragt Luise, freundet sich aber mit dem Vorschlag an. Auch Adele (Tanja Kahl) zieht mit ein.

Das Damen-Dreiergespann mit den unterschiedlichen Charakteren zog das Publikum in den Bann, das bereits zu lachen begann, wenn die putzsüchtige Adele nur das Tuch in die Hand nahm. Als die Frage auftauchte, auch einen Mann mit in die WG zu nehmen, leuchtete ihnen schließlich ein, dass es praktisch sei, jemanden für Reparaturen im Haus zu haben. Bloß wen? Verschiedene Senioren kamen in Betracht.

Aber der eine hatte zwei linke Hände, bei dem anderen würde „ein Gehirnschlag ins Leere treffen“. Schließlich einigten sie sich auf den handwerklich begabten Karl (Reinhard Müller), den sie nicht lange überzeugen mussten. Er hatte mit seiner Komik die Sympathien des Publikums auf seiner Seite. Die junge Mitbewohnerin Gesche (Tabea Bey) brachte einige Verwirrungen in die Komödie, die natürlich aufgelöst wurden. Auch der gut gespielte Streit zwischen Luise und Tochter Susanne fand ein harmonisches Ende.

Witzige Szenen, lustige Mimik und Gesten machten das Stück sehenswert, so die einhellige Meinung. Regisseurin Monika Krohn war erleichtert: „Wir haben erst Anfang Februar mit den Proben begonnen.“ Aber die 14-köpfige Gruppe sei ein tolles Team, sie hätten trotz intensiver Arbeit viel Spaß gehabt. Allerdings würden dringend Männer als Mimen gesucht.

Eine Überraschung präsentierte Krohn den Zuschauern: den Autor Joachim Grabbe aus Henstedt-Ulzburg. Er schaue sich manchmal die Umsetzung seiner Stücke an, sagte er, der aktives Mitglied im Altonaer Amateurtheater ist und selbst 30 Stücke geschrieben hat. Ihm habe die Aufführung gefallen. „Für eine Laienspielgruppe war das eine richtig gute Leistung mit schauspielerischen Fähigkeiten.“ Der Text habe gesessen. Wie er zu dem Stoff kam? Ihm war beim Lesen das Wort „Senioren-WG“ ins Auge gesprungen. „Ein tolles Wort“, befand er und strickte eine Geschichte drum herum.

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erstellt am 26.Apr.2016 | 16:15 Uhr

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