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Barmstedter Zeitung

05. Dezember 2016 | 05:23 Uhr

Ampel in Groß Offenseth-Aspern : Baubeginn im Frühjahr 2017

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Die Entscheidung steht: Eine Ampelanlage soll den Unfallschwerpunkt in Groß Offenseth-Aspern entschärfen. Bis zum Baustart wird über eine Senkung des Tempolimits von 70 auf 50 km/h nachgedacht.

Gross Offenseth-Aspern | Die Ampelanlage an der Kreuzung von Hauptstraße, Dorfstraße und Kreisstraße 18 in Groß Offenseth-Aspern soll im Frühjahr 2017 errichtet werden. Das hat der Kreis Pinneberg im Vorwege der Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Regionalentwicklung und Verkehr mitgeteilt, der am Dienstagabend im Tornescher Rathaus tagte. Am 18. August habe ein Abstimmungsgespräch der Verwaltung mit dem Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr (LBV) Itzehoe stattgefunden, im dem vereinbart wurde, eine Ampel an dem Unfallschwerpunkt in Groß Offenseth-Aspern zu errichten, hieß es. An den Plänen hatte es in den vergangenen Wochen Kritik gegeben. Mehrere Bürger hatten sich für einen Kreisel statt einer Ampel ausgesprochen, um den Unfallschwerpunkt zu entschärfen (wir berichteten).

Hinsichtlich der Kostenfrage verwies der Kreis Pinneberg auf den LBV. Auf Anfrage unserer Zeitung hatte dessen Leiter Kai-Uwe Schacht Ende Juli berichtet, dass eine Ampel in der Regel etwas günstiger als ein Kreisel sei. Als groben Anhaltspunkt für die Kosten könne man 200  000 Euro veranschlagen.

Um die Gefährdungslage in Groß Offenseth bis zum Bau der Ampel zu entschärfen, werde derzeit in Zusammenarbeit mit dem LBV und der Polizei geprüft, ob zum einen das Tempolimit im Bereich der Kreuzung auf 50 Kilometer pro Stunde begrenzt werden kann, so der Kreis. Derzeit gilt dort noch Tempo 70. Zum anderen werde über die Verkleinerung der Aufstellflächen für Autos mittels Markierung oder eine provisorische Verbreiterung der Verkehrsinsel nachgedacht.

In seiner Stellungnahme gegenüber dem Ausschuss führt der Kreis mehrere Gründe dafür an, warum eine Ampel die sinnvollste Lösung sei. So hätten Verkehrszählungen ergeben, dass der Knotenpunkt viele sogenannte Übereckbeziehungen aufweise – viele Verkehrsteilnehmer die Kreuzung also nutzen, um in eine andere Richtung abzubiegen. Ein Kreisverkehr würde diesem Gesichtspunkt nicht gerecht werden, so die Verwaltung.

Außerdem sei der Anteil des Schwerlastverkehrs, der durch den Kreisverkehr fahre, sehr hoch. So könnten Rückstaus entstehen. Zudem müsste ein Kreisel aufgrund des Schwerlastanteils in einer Größe dimensioniert werden, „die sehr wahrscheinlich Grunderwerb zur Folge hätte“. Dafür wäre wiederum ein Planfeststellungsverfahren notwendig. „Hierbei müsste man von einem Zeitrahmen von mindestens zwei Jahren ausgehen“, so der Kreis. Vorteil einer Ampel wäre zudem, dass das Signalprogramm ohne viel Aufwand sich verändernden Vekehrsströmen angepasst werden kann.

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erstellt am 14.Sep.2016 | 17:00 Uhr

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