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Barmstedter Zeitung

03. Dezember 2016 | 18:51 Uhr

Werkausschuss entscheidet : Barmstedts Strandbad wird zur Badestelle

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Das Barmstedter Strandbad Rantzauer See wird es ab dem kommenden Jahr in der bisherigen Form nicht mehr geben.

Mit dem Einverständnis der Politik werden die Stadtwerke das Strandbad am Rantzauer See in eine Badestelle umwandeln – was bedeutet, dass es keine Badeaufsicht mehr geben, aber auch keinen Eintritt mehr kosten wird. Der Werkausschuss hat das Vorhaben während seiner jüngsten Sitzung einstimmig abgesegnet.

Als Gründe für die Umwandlung nannte Stadtwerkeleiter Fred Freyermuth die unwägbare Personalplanung. „Meistens haben wir uns von Tag zu Tag gehangelt, weil man nie wusste, ob das Wetter mitspielt oder es Blaualgen gibt. Das war für die Mitarbeiter eine mittlere Katastrophe.“ In manchen Jahren hätten sie zahlreiche Überstunden geschoben, in anderen hätten sich ohne Ende Minusstunden angehäuft. Vier Mitarbeiter hätten das Unternehmen deshalb in den vergangenen Jahren verlassen. Was umso schlimmer sei, „weil es in dem Sektor einen enormen Fachkräftemangel gibt und wir niemanden finden, der sich auf sowas Unkalkulierbares einlässt“.

Auch für die Besucher seien die flexiblen Öffnungszeiten ärgerlich, sagte Günter Thiel (BALL). Es habe teilweise „absurde Situationen“ gegeben, etwa wenn das Bad bei Regen geöffnet hatte „und ich mit dem Bademeister allein war“. Die Idee mit der Badestelle sei „wunderbar“. Zwar würden die Stadtwerke künftig keine Badeaufsicht mehr stellen, „aber wir würden weiterhin morgens auf- und abends abschließen und die Flächen pflegen und die Sanitäranlagen reinigen“, sagte Freyermuth. Für die Duschen werde allerdings künftig ein Entgelt erhoben. „Das müssen wir, damit der Betrieb im steuerlichen Querverbund mit dem Hallenbad bleiben kann.“ Die Toilettennutzung soll kostenlos bleiben, wünschten die Politiker. Die Rutsche und der Ponton im See werden aus haftungsrechtlingen Gründen abgebaut, aber das Beachvolleyballfeld, die Tischtennisplatte und die Strandkörbe sollen bleiben, sagte Freyermuth.

Bezüglich der Aufsicht erklärte Freyermuth, der wirksamste Schutz gegen Ertrinken sei, schwimmen zu lernen. „Und darin investieren wir ja auch.“ Er werde aber auch noch mit der DLRG sprechen, ob die Rettungsschwimmer an besonders gut besuchten Tagen die Aufsicht übernehmen würden.

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erstellt am 25.Sep.2016 | 12:30 Uhr

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