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Barmstedter Zeitung

03. Dezember 2016 | 16:47 Uhr

20 Jahre : Barmstedts Popchor feiert Geburtstag

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Aus einer Konfirmandengruppe entstand ein ambitionierter Chor. „Nach fünf Minuten Singen sind alle Sorgen vergessen“.

Barmstedt | Wie viel Spaß ihnen das Singen macht, ist den Mitgliedern des Barmstedter Popchors „Rhythm  & Voices“ deutlich anzumerken: Als Corrie und Arnd Naundorf vor der Chorprobe am Mittwochabend auf einer Bank hinter dem Humburg-Haus sitzen, werden sie von jedem Ankömmling herzlich begrüßt. Arnd Naundorf ist seit 2009 Vorsitzender des Chors, der in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen feiert. Seine Ehefrau Corrie, die die Auftritte der Sänger moderiert, ist seit 1998 dabei. „Ich hatte gerade mein drittes Kind bekommen und mir überlegt, was ich noch nebenbei machen könnte, und dann habe ich zufällig in der Zeitung gelesen, dass der Chor Mitstreiter sucht“, erzählt sie. Ursprünglich bestand die Gruppe überwiegend aus Jugendlichen. „Er ist aus einer Konfirmandengruppe entstanden“, so Naundorf.

Der Popchor hatte bislang vier Leiter: Christopher Günther (1995 – 1997), Chris Chinery (1997 – 1998), Martina Wichmann (1999 – 2005) und Orie Takada (2006 bis heute). Nähere Informationen unter www.popchor-barmstedt.de.

20 Jahre nach seiner Gründung ist der Popchor auf 50 Sänger angewachsen und absolviert bis zu 20 Auftritte pro Jahr. „Wir stehen zu den unterschiedlichsten Anlässen auf der Bühne“, so Corrie Naundorf: bei Barmstedts 875-Jahr-Feier ebenso wie bei der Verleihung des Walter-Damm-Preises in Appen, bei Landesgartenschauen und Neujahrsempfängen. Auch bei Hochzeiten oder Trauerfeiern, in Seniorenheimen oder beim Weißen Ring singen die Barmstedter – und immer setzt sich Corrie Naundorf vorher mit den Gastgebern zusammen, um für die Moderation die passenden Worte zu finden. Die Kleidung variiere je nach Anlass, sagt Arnd Naundorf. „Unsere Standardfarben sind Schwarz mit Rot, aber wir tragen auch mal Jeans zu weißen Oberteilen.“ Am wichtigsten sei, „dass die Zuhörer uns ansehen, dass wir Spaß haben. Und dass sie auch Spaß haben.“

Ihm gebe das Singen unheimlich viel, sagt Arnd Naundorf, der 2002 in den Chor eintrat. „Es entspannt, und nach fünf Minuten hat man alle Sorgen vergessen.“ Zudem sei es anstrengender, als man denke. „Nach 90 Minuten ist man ganz schön aus der Puste.“ Auch das Gemeinschaftsgefühl sei toll. „Wir sind zusammengewachsen wie eine Familie.“ In der alle Generationen vertreten sind: Die Sänger sind zwischen 18 und 70 Jahren alt.

Geprobt wird einmal pro Woche im Humburg-Haus unter der Leitung von Orie Takada. Die Musikpädagogin und -wissenschaftlerin setzte sich vor zehn Jahren gegen zwei Mitbewerber durch und gibt seitdem im Humburg-Haus den Ton an – begleitet von Sabrina Scharrenberg am Klavier. Doch trotz der professionellen Leitung legt Arnd Naundorf Wert darauf, dass der Popchor für alle ein Hobby ist. „Wir sind Amateure und wollen das auch bleiben.“ Allerdings mit Anspruch: „Es soll schon gut klingen, was wir singen.“

Weitere Männer sind willkommen

Zwölf der 50 Sänger sind Männer. „Für einen gemischten Chor ist das schon viel“, sagt Corrie Naundorf. Zu viele Bässe und Tenöre dürften es auch nicht werden, „sonst übertönen sie die Frauen“. Den einen oder anderen Mann könne der Popchor aber noch verkraften. „Interessierte Männer können sich gern melden.“

Das Repertoire des Chors ist bunt gemischt: Es reicht von Jazz und Folk über Medleys von Queen, Popsongs wie „Africa“ von Toto bis zu aktuellen Hits bekannter Bands wie Coldplay. „Wir haben auch schon mal ,Engel’ von ,Rammstein’ gesungen“, sagt Arnd Naundorf.

Außer zu den wöchentlichen Proben treffen sich die  Sänger einmal im Jahr zum Chor-Wochenende auf Schloss Noer bei Eckernförde. Doch es wird nicht nur gesungen: „Wir boßeln zum Beispiel auch zusammen“, sagt Arnd Naundorf. Der Geburtstag wird am Sonnabend ebenfalls gemeinsam gefeiert: mit Freunden, Familien, Ehrengästen und – natürlich – „fröhlicher Chormusik“.

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erstellt am 16.Sep.2016 | 12:00 Uhr

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