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Barmstedter Zeitung

08. Dezember 2016 | 19:18 Uhr

Zusammenarbeit : Barmstedt will Ehe mit Amt Hörnerkirchen verlängern

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Die Entscheidung fiel einstimmig, obwohl es auch kritische Stimmen gab.

Barmstedt | Die Verwaltungsgemeinschaft (VG) zwischen Barmstedt und dem Amt Hörnerkirchen soll um weitere zehn Jahre verlängert werden. Der Vertrag tritt am 1. Januar 2018 in Kraft. Das haben die Barmstedter Stadtvertreter während ihrer jüngsten Sitzung beschlossen. Die Entscheidung fiel einstimmig, obwohl es auch kritische Stimmen gab. So merkte BALL-Fraktionschef Günter Thiel an, dass die Personalkosten trotz der Zusammenarbeit – die seit 2008 läuft – gestiegen seien. Das, was sich einige von der VG erhofft hätten – Einsparungen –, „scheint also nicht eingetreten zu sein“, sagte er.

Während die Personalkosten 2009 noch bei 4,08 Millionen Euro lagen, betrugen sie 2015 bereits 4,93 Millionen Euro – ein Anstieg um 21 Prozent. Im Barmstedter Rathaus allein stiegen die Kosten von 2,51 auf 2,98 Millionen Euro (plus 19 Prozent), in den Einrichtungen – etwa Schulen und Kindergärten – von 1,57 auf 1,96 Millionen (plus 25 Prozent). Im Amt Hörnerkirchen betrug der Anstieg sogar 30 Prozent: die Kosten kletterten von 424.000 auf 552.000 Euro.

Dennoch habe das Amt Hörnerkirchen von der VG profitiert, wie dessen Leitender Verwaltungsbeamter Sven Werner betonte. „Wenn es das Amt noch in der alten Form gäbe, würden jedes Jahr bis zu 50  000 Euro mehr anfallen“, sagte er. Um den Kostenanstieg zu bremsen, solle zudem künftig der Personalstamm für das Amt gedeckelt werden. Ein weiterer Vorteil der VG sei, dass Urlaubsvertretungen leichter zu organisieren seien. Die Frage der BALL, inwiefern sich die Leistungen für die Bürger aller fünf Kommunen verbessert hätten, könne die Verwaltung dagegen „nicht objektiv beantworten“.

Die Mehrheit der Stadtvertreter äußerte sich mit der VG zufrieden. „Es hat sich nichts zum Nachteil verändert“, sagte Peter Gottschalk (FWB). SPD-Fraktionschef Hans-Christian Hansen erklärte, außer der Verwaltungsarbeit sei auch „die politische Arbeit verbessert worden“. Michael Schönfelder (FWB) wies darauf hin, dass das Amt Hörnerkirchen aufgrund seiner zu geringen Einwohnerzahl verpflichtet gewesen sei, „sich irgendwo anzuschließen“. Er würde sich „auch eine Verwaltungsgemeinschaft mit dem Amt Rantzau wünschen“, sagte Ernst-Reimer Sass (CDU). Der Hörnerkirchener Amtsausschuss wird am 17. November über die Verlängerung der VG beraten. Die Gemeinden haben bereits zugestimmt.

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erstellt am 28.Okt.2016 | 16:00 Uhr

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