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Barmstedter Zeitung

03. Dezember 2016 | 01:24 Uhr

Starker Bedarf : Barmstedt fehlen Kita-Plätze

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Nachfrage nach Krippenplätzen steigt. Idee: Neue Gruppe im zukünftigen Gesundheitszentrum.

Barmstedt | Barmstedts Kitas platzen aus allen Nähten, und die Situation wird immer dramatischer: Zurzeit fehlen allein 16 Krippenplätze, im kommenden Jahr könnte sich die Lücke nach derzeitigem Stand auf 28 vergrößert haben. „Wir können zahlreiche Krippennachfragen nicht decken, und es sieht so aus, als ob das noch zunimmt – auch, weil immer mehr Eltern möglichst früh wieder arbeiten wollen“, sagte Fachamtsmitarbeiterin Marie Tertling am Montag im Sozialausschuss. Eine Zeit lang „hatte sich die Lage mal entspannt, aber jetzt gibt es wieder neue Nachfragen“. Bei den Regelplätzen sei die Situation „nicht mehr ganz so schlimm“, die Zahl der Wartelistenplätze sei gesunken.

In Barmstedt gibt es zurzeit laut Verwaltung insgesamt 48 Krippenplätze (für Kinder bis drei Jahre), 292 Elementarplätze (für Kinder zwischen drei und sechs Jahren) sowie 20 Plätze in kindergartenähnlichen Einrichtungen (für Drei- bis Sechsjährige) und 36 Hortplätze.

Die Verwaltung versuche, diejenigen Kinder, die keinen Krippenplatz erhalten, an Tagesmütter oder an Kitas im Umland zu vermitteln, sagte Tertling. Doch das löse das Problem nicht, waren sich die Politiker einig. „Auch in Anbetracht der Neubaugebiete brauchen wir hier in Barmstedt eine zusätzliche Krippengruppe“, sagte Ortwin Schmidt (CDU). Die St. Katharina gGmbH, Trägerin der Arche-Noah-Kita an der Gebrüderstraße, habe Interesse, eine weitere Krippengruppe einzurichten, sagte Tertling. Als Standort käme eventuell das neue Gesundheitszentrum in Frage, das Investor Hans-Werner Rathjens auf dem ehemaligen Papier-Schmidt-Areal bauen will. „Herr Rathjens hat angeboten, Räume für eine Krippe zur Verfügung zu stellen“, so Tertling. Ein Teil des Grundstücks grenze an die Parkplätze der Arche-Noah-Kita, so dass auch die räumliche Nähe gegeben wäre.

Die Idee stieß im Ausschuss auf offene Ohren. Sofern dort alle Voraussetzungen für die Einrichtung einer Krippe erfüllt würden, spreche nichts dagegen, sagten Schmidt und Renate Herrndorff (FWB). Vor allem sei es günstiger als ein Neubau – den Renate Fehrs, Leiterin der Awo-Kita, am Heederbrook vorgeschlagen hatte. „Wir könnten unsere provisorische Außenstelle durch einen Neubau ersetzen und dort auch eine Krippe einrichten“, sagte sie. Denn auch die Awo-Kita kenne das Problem. „Wir kriegen für die Krippe wöchentlich neue Anmeldungen.“

Um voranzukommen, soll die Verwaltung jetzt weitere Gespräche mit Rathjens führen, beschlossen die Politiker. „Gleichzeitig müssen wir überlegen, wer Träger einer neuen Gruppe sein könnte“, sagte die Ausschussvorsitzende Mareyke Herrmann (BALL). Denkbar sei dabei auch, dass das nicht eine private Einrichtung, sondern die Stadt sei.

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erstellt am 14.Sep.2016 | 12:15 Uhr

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